Weißenhorn Mit dem Hund über Hürden

Die Disziplin Agility ist Teamarbeit: Irene Barth aus Lorch mit ihrem Australian Shepherd "Sunny Sunny Day", der scheinbar mühelos über ein 60 Zentimeter hohes Hindernis springt. Foto: Patrick Fauß
Die Disziplin Agility ist Teamarbeit: Irene Barth aus Lorch mit ihrem Australian Shepherd "Sunny Sunny Day", der scheinbar mühelos über ein 60 Zentimeter hohes Hindernis springt. Foto: Patrick Fauß
Weißenhorn / PATRICK FAUSS 26.08.2013
Rund 200 Hunde aller Rassen samt ihren Herrchen und Frauchen traten am Wochenende zum Agility-Turnier an. Fünf Tiere nahmen in der Seniorenklasse teil. Dort geht es gelenkschonend zur Sache.

Schon am Freitag waren die ersten Teilnehmer mit ihren Schützlingen zum Hunde-Agility-Turnier zum Gelände des Schäferhundevereins gereist. Die Weißenhorner Ortsgruppe richtete am Samstag und am Sonntag ein Turnier aus, bei dem Vierbeiner - unterteilt in kleine, mittlere, große Hunde sowie verschiedene Leistungsklassen - zum Wettbewerb antraten. "Schon eineinhalb Wochen nachdem wir das Turnier ausgeschrieben hatten, war die Teilnehmerliste voll", berichtete Peter Bachmeier, Kassenwart der Ortsgruppe Weißenhorn im Verband für das deutsche Hundewesen.

Agility, zu deutsch Wendigkeit oder Flinkheit, ist eine Hundesportart, die seit den 80er Jahren immer mehr Anhänger findet. Vergangenes Jahr hatte die Ortsgruppe das Turnier zum ersten Mal ausgerichtet. "Wir sind von allen Seiten sehr gelobt worden", berichtete Bachmeier. 30 Helfer des Vereins kümmerten sich diesmal um die Verpflegung oder das Auf- und Umstellen des Parcours. Ein Landwirt hatte seine Wiese als Parkplatz zur Verfügung gestellt. "Um selbst mitzumachen, bleibt keine Zeit", erläuterte der Zweite Vorsitzende Thomas Hentschel.

Dafür legten sich die Teilnehmer umso mehr ins Zeug. Martin Haury aus Ehingen war mit seiner Mischlingshündin Mandy bei den großen Hunden angetreten. Angeleitet von ihrem 54-jährigen Hundeführer jagte die Achtjährige in Tunnelöffnungen, über Hindernisse und durch den Slalomparcours. Der Sprint dauerte nicht mal eine Minute. "Mandy ist voll fit", berichtete Haury stolz. Mit dem zehnten Platz unter 28 Teilnehmern in seiner Leistungsklasse zeigte sich Haury am Samstag hochzufrieden.

Spätestens in zwei Jahren werde Mandy aber in der Seniorenklasse antreten. Dort ist der Parcours einfacher und auf Slalom, der die Gelenke der Hunde belastet, wird ganz verzichtet. "Die Gesundheit geht dann vor." Auf künftig mehr Aufmerksamkeit für Senioren-Agility setzt Anton Hünnerkopf (66). Der in Rom lebende Pensionist war mit seiner Großpudeldame Chanel (9) angereist. "Agility ist etwas, mit dem man nicht aufhören soll." Es gehe schließlich um Sporthunde, die meist seit ihrem zweiten Lebensjahr trainieren. Immerhin fünf Hunde waren in Weißenhorn diesmal in der Seniorenklasse dabei.

Hünnerkopfs Frau Sonja war mit einer jungen Border-Collie-Hündin in der Leistungsklasse dabei. Diese Rasse staubt oft die vorderen Plätze ab; ihre mehr als 500 Jahre währende Zucht zu selbstständigen Hütehunde hat die Schotten zu Top-Athleten gemacht. Auch diesmal siegte in der höchsten Leistungsklasse für große Standardhunde ein Border Collie: SMiley Macy von Waltenweiler von Carola Derst.

Info Ergebnisse auf der Homepage des Schäferhundevereins Weißenhorn: www.hunde-weissenhorn.de. Weitere Bilder auf swp.de.