Politik Mehr Gewerbe in Elchingen ansiedeln

Johann Gröger ist Vorsitzender der Freien Wähler in Elchingen.
Johann Gröger ist Vorsitzender der Freien Wähler in Elchingen. © Foto: Patrick Fauß
Elchingen / Patrick Fauß 08.12.2018

In der Jahresversammlung der Freien Wähler Elchingen (FWE) hat der Vorsitzende Johann Gröger im KSV-Heim die finanzielle Situation der Gemeinde unter die Lupe genommen. Ein Grundproblem: Viele öffentliche Gebäude, allein sechs Sporthallen, müsse die Gemeinde in ihren drei Ortsteilen mit hohen Kosten in Betrieb halten.

Wenn die Stadt Neu-Ulm im Rahmen des Nuxit aus dem Landkreis austrete, könnten dessen Finanzen weiter unter Druck geraten. Die dann fehlenden Beträge werde sich der Landkreis wohl von den verbleibenden Kommunen holen müssen, mutmaßte Gröger.

In Anbetracht der gegenwärtig guten Lage zum Beispiel bei der Einkommensteuer hatten die Freien Wähler zwei Projekte per Antrag angeschoben: die Sanierung des Dorfplatzes in Thalfingen und das Fortsetzen der Sanierung der Wege auf den Friedhöfen.

Zwar stehe die Gemeinde in diesem Jahr noch gut da. In den darauf folgenden Jahren werde sich die Situation jedoch „gravierend“ ändern. Blicke man über den Planungszeitraum 2021 hinaus, stehen Großprojekte für die Gemeinde an. Diese werden laut dem FWE-Vorsitzenden die bestehenden Rücklagen der Gemeinde wohl aufbrauchen. Und neue Kredite notwendig machen. So zum Beispiel der Neubau eines Feuerwehrhauses in Unterelchingen. Oder der Bau eines Kindergartens in Oberelchingen. Auch das bevorstehende Ertüchtigen von Straßen und Kanälen werde große Summen kosten.

Um weitere Einnahmen für die Gemeinde zu bekommen schlug Gröger vor, neue Anwohner und Betriebe anzusiedeln. Die FWE wollen dies aktiv mit vorantreiben. Andreas Mayr sprach die Maßnahmen für kostengünstigen Wohnraum in Elchingen an. Ein wichtiger Schritt in dieser Richtung sei der Beitritt der Kommune zur Donau-Iller-Wohnungsgesellschaft (Diwog).

Rudolf Niedermeier sprach Probleme des Bauhofs mit der Auffahrt zur Autobahn an. Seiner Meinung nach sollte die Pflege dieses Straßenstücks abgegeben werden. „Für mich ist es ein Teil der Autobahn“, sagte Rudolf Niedermeier.

Die Gemeinde müsse jedes Jahr viel Zeit und Geld investieren, um dort zum Beispiel Schnee zu räumen. Gleichzeitig schlug Niedermeier vor, die Verkehrsbelastung innerorts zu reduzieren.

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