Fachkräfte Mehr Erstausbilder im Handwerk

Landkreis Neu-Ulm / Regina Frank 01.09.2018

Der Ausbildungsmarkt ist aus Sicht des Handwerks in bayerisch Schwaben gut angelaufen, gleichwohl spüren die Betriebe den Nachwuchsmangel. Unter dem Druck der Fachkräfteknappheit setzen die Betriebe nach Mitteilung der Handwerkskammer Schwaben noch mehr auf Ausbildung. Ein weiterer Trend sei erkennbar: Viele Handwerker steigen nach einer Pause wieder in die Ausbildung ein. Und: Die Zahl der Erstausbilder, speziell bei kleineren Unternehmen, steigt. Der Nachwuchs werde immer stärker im eigenen Haus qualifiziert, berichtet Anette Göllner, bei der Kammer Leiterin der Berufsausbildung. Es gibt jedoch berufsbezogene Unterschiede: Während die Bau- und die Lebensmittelbranche intensiver suchen, ist der Bedarf im Elektrohandwerk eher gedeckt.

Im Landkreis Neu-Ulm legten die Handwerksbetriebe besonders stark zu. Dort wurden 202 Ausbilbungsverträge geschlossen: ein Plus von mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr –  im ganzen Kammergebiet sind es sechs Prozent mehr. Der Trend geht zur dualen Berufsausbildung, dafür spricht unter anderem das Plus an Abiturienten unter den Ausbildungsneulingen. 839 Stellen – querbeet durch die Berufe – sind im Kammerbezirk noch nicht besetzt, davon 59 im Kreis Neu-Ulm.

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