In der Königsklasse SchH 3, die jetzt IPO 3 (Internationale Prüfungsordnung Stufe 3, das ist die höchste Stufe) genannt wird, startete Jugendmitglied Manuel Drescher, der sich ja bereits unter den Top Ten der Bundessiegerprüfung eingliedern konnte. Drescher mit seinem Rüden Socke vom Leipheimer Moor erreichte von möglichen 300 Punkten insgesamt 286 Punkte. Dies ist eine gute Voraussetzung für die kommenden Prüfungen. Diese Prüfung besteht aus drei Teilen: die Fährte, die Unterordnung und der Schutzdienst mit Gehorsam. Frühmorgens ging es zur Fährte, die Fährte für die IPO 3 ist eine Fremdfährte mit mindestens 600 Schritte, fünf Schenkel, vier Winkel 90 Grad, drei Gegenstände und 60 Minuten alt. Bei der Fährte muss der Hund intensiv und gleichmäßig die Spur ausarbeiten, darf die Fährte nicht verlassen und muss die drei Gegenstände verweisen. Zurück auf dem Hundeplatz ist die Unterordnung und der Schutzdienst zu absolvieren. Bei der Unterordnung muss der Hund in Freifolge, also ohne Leine beim Hundeführer sein und seine Befehle ausführen, beispielsweise Sitz aus der Bewegung, Ablegen (Platz) in Verbindung mit Abrufen, Stehen im Laufschritt, Apportieren auf ebener Erde, über die Hürde und über die Schrägwand, Voraussenden mit Hinlegen (Platz). Dann kommt das freie Ablegen am Rande des Platzes, solange ein anderer Hund diese Übungen macht. Beim Schutzdienst sind die Bedingungen Revieren, Stellen und Verbellen, Verhinderung eines Fluchtversuches, Abwehr eines Angriffes aus der Bewachungsphase, Rückentransport.

In der IPO 2 ist Monika Högg aus Neu-Ulm mit ihrem Rüden Anton vom Öchsle angetreten. Högg erreichte die Punktzahl 261. In der IPO 1, der ersten großen Prüfung eines Hundes, erreichte Renate Rechtsteiner mit ihrem Rüden Jo-Jo vom Schloss Homburg 252 Punkte.

Für die Fährtenhundprüfung FH 1 und FH 2 haben sich drei Personen angemeldet. Die FH ist eine sehr anspruchsvolle Fährte, also der Hund hat seine Fährtensicherheit auf einer mindestens 1200 beziehungsweise 1800 Schritte langen und mindestens drei Stunden alten Fremdfährte, die sechs beziehungsweise sieben dem Gelände angepassten Winkel, davon mindestens zwei spitze Winkel und einen Bogen aufweisen muss. Die Fährte wird mindestens zweimal von einer frischeren Fremdfährte an geräumig auseinander liegenden Punkten geschnitten. Außerdem sind vier beziehungsweise sieben Gegenstände vom Hund zu verweisen.

Die erste Prüfung eines Hundes überhaupt ist die Begleithundeprüfung in zwei Teilen: Gehorsam auf dem Hundeplatz und Verhalten beim Verkehrsteil mit Wesenstest. Bei der Begleithundeprüfung gibt es keine Punkte, sondern es heißt: bestanden oder nicht bestanden. Bestanden haben diese Prüfung Sigrid Mäusbacher mit ihrem Rüden Xylo von der Liebeswarte und Ekkehard Aumayr mit seiner Hündin Nira von Büren.

Leistungsrichter Volker Diesem lobte die Hundeführer für die hervorragende Vorführung ihrer Hunde, die Harmonie zwischen Hundeführer und Hund sei zu sehen und zu spüren gewesen.