Region / Petra Laible/Niko Dirner  Uhr
Nach Problemen mit dem Rotor, die Christoph 22 in Rammingen zu einer Notlandung zwangen, wird der Hubschrauber durchgeprüft. Wie lange das dauert, ist unklar.

Nachdem der am Ulmer Bundeswehrkrankenhaus stationierte Rettungshubschrauber Christoph 22 am Freitagvormittag wegen eines Defektes außer Dienst genommen werden musste, ist am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr schon eine Ersatzmaschine in Ulm gelandet. Diese meldete sich am Samstagmorgen einsatzbereit. Zuvor hatte die Crew die Maschine für ihre Zwecke eingerichtet. Das teilte gestern Jochen Oesterle mit, Sprecher der ADAC-Luftrettung, die Hubschrauber und Piloten stellt.

Bei einem Notfall-Einsatz in Rammingen hat der Pilot Probleme mit dem Rotor bemerkt. Der Helikopter ist flugunfähig.

Damit sei der Rettungsdienst über den Luftweg vollumfänglich gewährleistet, versicherte Oesterle. Für den Laien sei nicht sichtbar, dass derzeit eine Ersatzmaschine in Ulm und Region im Einsatz ist. Handelt es sich doch um den selben Typ, also einen Airbus H145. Auch der Funkname Christoph 22 sei derselbe.

Offen sei bisher, wann der angestammte Hubschrauber wieder nach Ulm zurückkehrt. Wie berichtet, hatte der Pilot am Freitagmorgen beim Landeanflug zu einem Notfall in Rammingen Probleme mit dem Rotor bemerkt. Er habe dennoch „ganz normal“ an dem für den Noteinsatz vorgesehenen Platz am Ortsrand landen können, berichtete Oesterle.

Reparatur vor Ort nicht möglich

Die angeforderten Wartungstechniker aus Landshut entschieden sich dazu, die elf Meter langen Rotorblätter abzumontieren. Sie wurden zur Prüfung zu Airbus-Helicopters nach Donauwörth transportiert, wo die Hubschrauber produziert werden. Die Maschine selbst wurde mit einem Autokran auf einen Tieflader gehoben und zur ADAC-Werft nach Landshut gebracht.

Rettungshubschrauber Christoph 22 kann nach der Notlandung in Rammingen nicht mehr abheben. Wichtig ist für die Luftrettung im Raum Ulm nun ein schneller Ersatz.

Den Ersatzhubschrauber zu stellen, sei kein Problem, betonte Oesterle. Für die deutschlandweit 36 Luftrettungsstationen stünden 50 Hubschrauber bereit. Weil immer mal wieder eine Maschine gewartet oder – wie im vorliegenden Fall – durchgecheckt und vielleicht sogar repariert werden muss.

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