Kirche Lothar Hartmann wird neuer Pfarrer in Weißenhorn

Wird Stadtpfarrer in Weißenhorn: Lothar Hartmann.
Wird Stadtpfarrer in Weißenhorn: Lothar Hartmann. © Foto: Matthias Sauter
Weißenhorn / Matthias Sauter 03.05.2018
Lothar Hartmann will als künftiger Stadtpfarrer in Weißenhorn die Mitarbeit von Laien und Ehrenamtlichen fördern.

Der gebürtige Dillinger Lothar Hartmann wird ab September neuer Stadtpfarrer in Weißenhorn. Das hat der bisherige Stadtpfarrer Bernhard Mooser den Weißenhorner Katholiken in den Gottesdiensten mitgeteilt. Mooser gab bereits vor mehreren Wochen bekannt, dass er die Gemeinde im Sommer auf eigenen Wunsch verlassen und mit 68 Jahren seinen Ruhestand antreten wird. Der Geistliche ist seit September 2013 für die Pfarrei Mariä Himmelfahrt mit ihren Filialkirchen sowie die Pfarrei St. Alban in Oberhausen verantwortlich.

 Moosers Nachfolger ist seit drei Jahren als Schulseelsorger und Religionslehrer in Dillingen aktiv. Außerdem gehören die Pfarreien in Lutzingen und Unterliezheim zu seinem Zuständigkeitsbereich. Doch nicht nur in den Schulen und Kirchengemeinden engagiert sich Hartmann: Der 54-Jährige betreut zahlreiche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, unterstützt sie bei Wohnungsvermittlungen und Gerichtsterminen. Überdies treibt er mit ihnen jede Woche Sport. „Ein paar Flüchtlinge durfte ich sogar taufen“, erzählt Hartmann.

 Die Anfrage für den Wechsel nach Weißenhorn kam nach Aussage des Geistlichen direkt von der Diözese Augsburg. „Das hat ganz gut gepasst, weil ich meine Tätigkeit gerne wieder in den städtischen Bereich verlagern wollte“, sagt Hartmann. Die jahrelange Freundschaft zu dem Neu-Ulmer Stadtpfarrer und Dekan Markus Mattes habe ihm die Entscheidung erleichtert. Hartmann freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Weißenhorner Katholiken, die auch zukünftig das Gemeindeleben aktiv mitgestalten sollen. „Mir ist wichtig, dass jeder Christ seine Berufung zur Mitarbeit erkennt.“ Der Priester möchte in den kommenden Jahren „Glauben und Leben wieder stärker zusammenbringen“.

 Pfarrer Hartmann hat in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedenen Gemeinden gewirkt: Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1991 verbrachte er die Kaplanszeit in der Pfarrgemeinde St. Salvator in Nördlingen und St. Pankratius in Augsburg-Lechhausen. 1996 trat er seine erste Pfarrstelle in Fremdingen an. Von 2002 bis 2013 war Hartmann Pfarrer in Lauingen, anschließend wechselte er in die Augsburger Großpfarrei St. Ulrich und Afra. Der Seelsorger war ferner Mitglied des Priesterrates der Diözese Augsburg und bekleidete das Amt des Prodekans in den Dekanaten Nördlingen und Dillingen.

Auch nach seiner Versetzung nach Weißenhorn möchte Hartmann den Kontakt in seine Heimat nicht abreißen lassen: „Ich bin froh, dass ich in der Region bleiben darf, da ich in Nordschwaben verwurzelt bin.“