Liveticker Bayern-Landtagswahl im Kreis Neu-Ulm: So hat die Region gewählt

Jubel bei den Grünen.
Jubel bei den Grünen. © Foto: Volkmar Könneke
Kreis Neu-Ulm / SWP 14.10.2018
Stimmen der Politiker und das vorläufige Endergebnis: Alle Ereignisse des Wahlsonntags könnt ihr hier Nachlesen.

+++ 23.40 Uhr: Ende des Livetickers +++

Damit beenden wir den heutigen Liveticker. Wir wünschen allen einen schönen Abend! Vielen Dank fürs Dabeisein!

+++ 23.30 Uhr +++

Während die einen jubeln, geht es bei den anderen an die Analyse: Was ist schief gelaufen? Was sind die Konsequenzen aus dem Ergebnis der Landtagswahl?

Unsere Kollegen waren unterwegs und haben die Stimmung bei den Parteien eingefangen:

+++ 21.30 Uhr: Vorläufiges Endergebnis Landkreis Neu-Ulm +++

Erststimme

CSU: 34,93 Prozent
SPD: 10,10 Prozent
Freie Wähler: 11,22 Prozent
Grüne: 19,01 Prozent
FDP: 5,56 Prozent
Die Linke: 2,95 Prozent
AfD: 12,65 Prozent

Zweitstimme:

CSU: 34,65Prozent
SPD: 9,25 Prozent
Freie Wähler: 11,10 Prozent
FDP: 5,23 Prozent
Früne: 20,02 Prozent
Die Linke: 3,03 Prozent
AfD: 12,52 Prozent

Abgebildet sind die stärksten Parteien.

+++ 21 Uhr: Vorläufiges Zwischenergebnis +++

Ergebnisse aus dem Landkreis Neu-Ulm (117 von 216 Stimmbezirken).

Erststimme:

CSU: 35,85 Prozent
SPD: 9,78 Prozent
Freie Wähler: 13,13 Prozent
Grüne: 17,19 Prozent
FDP: 4,84 Prozent
Die Linke: 2,81 Prozent
AfD: 13,17 Prozent

Zweitstimme:

CSU: 35,63 Prozent
SPD: 9,39 Prozent
Freie Wähler: 13,15 Prozent
Grüne: 17,52 Prozent
FDP: 4,59 Prozent
Die Linke: 2,83 Prozent
AfD: 12,96 Prozent

Abgebildet sind die stärksten Parteien.

+++ 20.50 Uhr +++

Wolfgang Schrapp, Direktkandidat der Freien Wähler im Kreis Neu-Ulm, ist mit dem bayernweiten Wahlergebnis seiner Partei zufrieden: „Gut ist, dass wir die AfD einigermaßen in Schach halten konnten“, findet der 60-Jährige. Dennoch müsse seine Partei nach dem schlechten Abschneiden von CSU und der SPD „analysieren, warum so viele Leute sich nicht an die Freien Wähler gebunden haben“. Das gute Ergebnis der Grünen kann der Bellenberger nicht nachvollziehen. Doch er hofft, dass die Freien Wähler davon profitieren können. Wenn CSU und Grüne eine Koalition eingehen „zerlegen sie sich gegenseitig“, prophezeit Schrapp: „Ich kann mir vorstellen, dass Schwarz-Grün für uns als Freie Wähler arbeitet.“ Die Position als Juniorpartner einer Partei, die so lange allein regiert hat, sei mit Vorsicht zu genießen, die Oppositionsarbeit sinnvoll. Schon am Montag wird Wolfgang Schrapp über die Frage einer Koalition mit der CSU mitreden: bei einem Treffen des Landesvorstands in München. Dass er es von Listenplatz elf in Schwaben nicht in den Landtag schafft, enttäuscht den Handwerksmeister nicht: „Der Wahlkampf hat mir Spaß gemacht.“

+++ 20.37 Uhr +++

Als Beate Merk als letzte in den Raum kommt, gibt es keinen Applaus, die Begrüßung ist dennoch freundlich. Das Ergebnis lässt sie nicht kalt, sagt sie, es sei ein „bitteres Ergebnis.“ Nun müsse man genau analysieren, wo die Fehler lagen, aber klar sei auch, dass der viele Streit im Sommer und die rauen Töne nicht geholfen haben. Sie wünscht sich eine bürgerliche Koalition mit den Freien Wähler.

+++ 20.36 Uhr +++

Benjamin Gasser, Die Piraten: „Ich hege die Hoffnung, dass bei den Koalitionsverhandlungen unser Wahlprogramm für den Landtagswahlkampf zum Tragen kommt. Und das heißt: Neustart für Bayern. Das bedeutet für uns eine Regierung ohne die CSU. Für uns Piraten auch im Kreisverband lautet die Devise, nach dieser Landtagswahl gleich wieder hochzufahren für die Europawahl im kommenden Mai. Einen Sitz hat die Partei schon im Europaparlament, zwei bis drei wären künftig gut. In Prag und in Luxemburg sind wir schon stark. Nun brauchen wir unsere 4000 Unterschriften in Deutschland. Aber da sind wir schon ordentlich dabei.“

+++ 20.22 Uhr +++

Johannes Hecht (FDP) zum Wahlergebnis: „Knapp, aber wie es aussieht, sind wir im Landtag. Dafür möchte ich mich bei den Wählern bedanken. Im Wahlkampf habe ich gespürt, dass die Menschen wieder mehr Vernunft in der Mitte verlangen. Und dafür stehen wir von der FDP. Emotionalisierung in der Politik wollen sie nicht mehr. Stolz bin ich, dass im Landkreis Neu-Ulm Argumente mehr zählen und der Umgang besser ist. Schließlich geht es darum, dass die extremen Ränder wieder geschwächt werden.“

+++ 19.51 Uhr: Vorläufiges Zwischenergebnis Landkreis Neu-Ulm +++

Die ersten Ergebnisse aus dem Landkreis Neu-Ulm (22 von 216 Stimmbezirken).

Erststimme:

CSU: 36,9 Prozent
SPD: 10,96 Prozent
Freie Wähler: 15,25 Prozent
Grüne: 15,06 Prozent
FDP: 3,82 Prozent
Die Linke: 2,89 Prozent
AfD: 12,86 Prozent

Zweitstimme:

CSU: 37,92 Prozent
SPD: 10,50 Prozent
Freie Wähler: 12,05 Prozent
Grüne: 16,12 Prozent
Die Linke: 3,25 Prozent
AfD: 12,82 Prozent

Abgebildet sind die stärksten Parteien.

+++ 19.44 Uhr +++

Der Neu-Ulmer SPD-Spitzenkandidat Daniel Fürst ist enttäuscht vom schwachen Abschneiden der Sozialdemokraten in Bayern. Er sagt: „Das nicht das Ergebnis, was wir uns vorgestellt haben.“ Fürst bezeichnet die Wahl in Bayern als „Klatsche für die Sozialpolitik“. Er findet: „Gute Politik wird leider nicht mehr honoriert.“

+++ 19.42 Uhr +++

Ein erstes Ergebnis aus Vöhringen:

SPD: 10,5 Prozent
Freie Wähler: 12 Prozent
Grüne: 16,1 Prozent
FDP: 4,0 Prozent
Linke: 3,2 Prozent
AfD: 12,8 Prozent
CSU: 37,9 Prozent.

Beate Merk liegt damit im knapp über dem Landesdurchschnitt ihrer Partei und hat sich im Vergleich zur letzten Wahl vor fünf Jahren verbessert. Damals lag sie knapp unter dem Landesdurchschnitt.

+++ 19.29 Uhr +++

Karl-Heinz Brunner (SPD) ist erschüttert, dass alle Parteien mit sozialen Inhalten im Programm zugelegt haben, aber trotzdem die regieren werden, die diese Punkte nicht im Programm haben.

Klaus Rederer ist baff und begeistert, warnt aber zugleich, dass die Grünen aus ihrem Ergebnis etwas „machen müssen“. Man werde mit der CSU sprechen, aber ohne personelle Änderungen bei der CSU geht nichts. Zum schlechten Abschneiden der CSU meint Rederer: „Das ist die Strafe für deren Rechtsruck.“ Auch sein Mitleid mit der SPD hält sich in Grenzen: „Die Partei ist selbst schuld. Es liegt an der Beliebigkeit der Politik.“

+++ 19.15 Uhr +++

Der Neu-Ulmer Grünen-Spitzenkandidat Klaus Rederer spricht von einem „Hammer-Ergebnis“ für seine Partei. Er findet: „Das Ergebnis zeigt: Grüne Politik wirkt und kommt in Bayern an.“ Wie gut er persönlich in seinem Stimmkreis abgeschnitten hat, ist noch offen. „Es ist eine große Last abgefallen. Das kann ich jetzt ganz entspannt abwarten.“

+++ 19.11 Uhr +++

Nach der herben Wahlniederlage der SPD bei der bayerischen Landtagswahl warnen die Bundestagsabgeordneten aus der Region vor vorschnellen Konsequenzen. „Wir dürfen nicht vorschnell nach Konsequenzen rufen, sondern müssen das Ergebnis analysieren“, sagte der Neu-Ulmer Abgeordnete Karl-Heinz Brunner am Sonntagabend. „Wenn die Bundes-SPD verantwortlich ist, dann braucht es im Bund Konsequenzen, wenn es die Landes-SPD ist, dann nicht.“ Brunner erinnerte daran, dass die SPD schon einmal überstürzt und unüberlegt auf ein Wahlergebnis reagiert hat: „Wir dürfen nicht den gleichen Fehler begehen wie Martin Schulz im letzten Jahr. Das sollte uns eine Lehre sein!“

Auch die Parteilinke Hilde Mattheis lehnt derzeit personelle Konsequenzen ab. „Reflexhaft Rücktritte zu fordern bringt nichts, wenn nicht die richtige Politik gemacht wird“, sagte sie nach den ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl – und konkretisierte zugleich, was sie unter richtiger Politik versteht. „Wir brauchen fünf bis sechs Kernforderungen, die gegen die Schwarzen durchgesetzt werden und uns sichtbar machen.“ Konkret nennt sie: „Weg mit Hartz IV, Rentenniveau über 50 Prozent, voller Schadensersatz für DieselfahrerInnen, kein Waffenexport in Krisenländer, kein Festhalten an der Schuldenbremse.“ Mattheis verlangte einen breiten innerparteilichen Konsens für diese Forderungen und will mehr Mitsprache für die Parteibasis. „Nur sie kann die Partei noch retten.“

+++ 19.09 Uhr ++

Mechthild Destruelle, Vorsitzende der Grünen im Kreis Neu-Ulm, freut sich über das Ergebnis ihrer Partei. Sie sagt „Das ist historisch für uns.“ Die Grünen hätten die Gunst der Stunde genutzt. Eine Koalition mit der geschwächten CSU in Bayern schließt sie nicht aus. „Ministerpräsident Söder wird das Ergebnis der Grünen nicht ignorieren können.“

+++ 18.27 Uhr +++

Grünen-Kandidat Klaus Rederer ist da. Im Café D‘Art gibt’s großen Applaus für ihn und er bedankt sich für einen „großartigen Wahlkampf“.

Grünen-Kandidat Klaus Rederer.
Grünen-Kandidat Klaus Rederer. © Foto: Carsten Muth

Jubel bei den Grünen.
Jubel bei den Grünen. © Foto: Carsten Muth

++ 18.08 Uhr +++

Als Karl-Martin Wöhner von der SPD Neu-Ulm das Ergebnis seiner Partei sieht, stöhnt er laut auf. Das Ergebnis sei schlechter als befürchtet, sagt er.

Landrat Thorsten Freudenberger (CSU) äußert sich kritisch: „Es braucht Neuanfang an der Parteispitze. Die Machtkämpfe in der Partei und in der Regierung waren wenig hilfreich.“ Nun brauche es eine schnelle Regierungsbildung

+++ 18.03 Uhr +++

Prognose: 18,5 Prozent für die grüne Partei. Großer Jubel bei den Grünen im Café D‘Art. „Wow“ und „Jawohl“-Rufe.

+++ 18.02 Uhr +++

Nach ersten Prognosen hat die CSU die absolute Mehrheit im Landtag verloren. Die SPD fährt ein desaströses Ergebnis ein, die Grünen gewinnen klar dazu und die AfD schafft den Sprung in den Landtag.

+++ 18 Uhr +++

Der Grünen-Spitzenkandidat Klaus Rederer ist noch nicht im Café D‘Art. Er steht im Stau!

+++ 17.52 Uhr +++

Im Neu-Ulmer Café D’Art findet die Wahlparty der Grünen statt.

Grüne Luftballons hängen an der Decke, die Stimmung ist gut. Fröhliche und erwartungsfrohe Gesichter bei den Grünen. 15 Minuten vor der Schließung der Wahllokale tummeln sich etwa 30 Mitglieder und Freunde der Grünen im Café D‘Art.

+++ 16.40 Uhr +++

Wusstest ihr es? Das Landtagswahlrecht in Bayern ist ein besonderes: Zur Ermittlung der Sitzverteilung werden Erst- und Zweitstimme zusammengezählt und in Mandate umgerechnet. Die Anzahl der Gesamtstimmen entscheidet also darüber, welche Partei künftig wie viele Abgeordnete im Landtag hat. Die Erststimme ist somit gleich wichtig wie die Zweitstimme. Darin unterscheidet sich die bayrische Landtagswahl zur Bundestagswahl. (dpa)

+++ 16 Uhr +++

Servus und herzlich willkommen zu unserem Liveticker zur Landtagswahl in Bayern im Kreis Neu-Ulm! Heute sind fast 9,5 Millionen Wahlberechtigte im Freistaat dazu aufgefordert, einen neuen Landtag zu wählen. Auch die Menschen im Landkreis Neu-Ulm entscheiden, wer zukünftig mitregieren darf und wer eine Pleite einstecken muss.

Wie wählen die Menschen in der Region? Was passiert auf den Wahlpartys? Wir sind unterwegs und halten euch über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Einen Liveblog zur Bayernwahl auf Bundesebene findet ihr hier:

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