Ausbau „Leibipfad“ und Beleuchtung für „Promilleweg“

Dieser Weg heißt in Holzheim „Promilleweg“. Entlang der Strecke werden Laternen aufgestellt, der Weg wird nachts beleuchtet. Darauf haben sich die Gemeinderäte in ihrer Sitzung verständigt.
Dieser Weg heißt in Holzheim „Promilleweg“. Entlang der Strecke werden Laternen aufgestellt, der Weg wird nachts beleuchtet. Darauf haben sich die Gemeinderäte in ihrer Sitzung verständigt. © Foto: Patrick Fauß
Holzheim / Patrick Fauß 09.11.2018

Zwischen Holzheim und Neuhausen soll sich die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessern. Die Mitglieder des Gemeinderats haben in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, am Westufer der Leibi einen Spazierweg anzulegen. Teile der Strecke sind bereits als Feldweg angelegt. Ein  etwa 110 Meter langes Stück soll geschottert werden.

Wie es weiter in dem Gremium hieß, soll der Uferweg künftig auch von Eltern mit Kinderwagen oder alten Leuten mit Rollator benutzt werden können. In das Projekt sollen Vereine, Grundschule, Kindergarten und engagierte Bürger einbezogen werden.

Hintergrund: Ein Arbeitskreis unter Leitung von Michael Kling (CSU/DG) hatte im Vorfeld Ideen für Stationen erarbeitet: Bienenhotel, Sitzbänke und Spielgelegenheiten könnten demnach entlang des Wegs geschaffen werden. Genutzt werden sollen dafür nachwachsende Rohstoffe und gebrauchte Materialien. Der Beschluss, 15 000 Euro für dieses Projekt in den kommenden Haushalt einzustellen, fiel einstimmig.

Die Holzheimer Gemeinderäte beschlossen darüber hinaus, die im Volksmund „Promilleweg“ genannte Trasse zwischen dem Leibiweg in Holzheim und dem Brühlweg in Neuhausen künftig zu beleuchten. Eine Gegenstimme von Martin Volk (SPD/UWH) gab es für das Vorhaben. „Ich sehe die Notwendigkeit nicht“, sagte Volk zu den Plänen für mehr Licht und damit eine bessere Sicht auf dem Weg. Die Aufgaben für die Kommune nähmen immer weiter zu. Außerdem würde der landwirtschaftliche Verkehr auf dem Weg durch die geplanten Masten erschwert.

Martin Pietschmann (CSU/DG) hielt dagegen. Er widersprach Volk, sagte: Es sei dort nachts sehr dunkel. Für ihn sei es „keine Frage“, dass dort Beleuchtung dringend nötig ist.

Wie im Gemeinderat weiter erläuterte wurde, wird der Weg auch von vielen Schulkindern genutzt. Zur Erinnerung: Bereits 2012 hatten Eltern auf der Bürgerversammlung angeregt, den „Promilleweg“ zu beleuchten. Im Jahr darauf war eine Entscheidung darüber im Gemeinderat aber zurückgestellt worden.

Laut einem von der Verwaltung vorgestellten Angebot kosten neun Leuchten, die den Weg vorschriftsmäßig ausleuchten, rund 53 000 Euro. Unterhalts- und Stromkosten seien hingegen recht gering. Ein Ausbau mit einer sparsameren „Orientierungsbeleuchtung“ mit nur fünf Leuchten wäre laut Angebot der LEW nur wenig preiswerter: 46 000 Euro wurden hier genannt. Der Gemeinderat entschied sich daher für den Ausbau des „Promillewegs“ mit neun Leuchten.

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