Justiz Landwirt verliert gegen Landratsamt

Pfaffenhofen / Niko Dirner 28.07.2018

Das Landratsamt Neu-Ulm und die Marktgemeinde Pfaffenhofen haben sich vor dem Verwaltungsgericht Augsburg gegen einen Landwirt durchgesetzt. Wie berichtet, wollte dieser eine rund 3500 Quadratmeter große Fläche zwischen Remmeltshofen und Straß kaufen. Die öffentliche Hand aber machte ein naturschutzrechtliches Vorkaufsrecht geltend. Die Klage des Landwirts dagegen hat das Gericht gestern abgewiesen.

Wie Peter Dieling vom Landratsamt mitteilt, habe die mündliche Verhandlung nur eine halbe Stunde gedauert. Bürgermeister Josef Walz habe unter anderem dargelegt, wie sich die Marktgemeinde die ökologische Aufwertung des Grundstücks vorstellt. Abgefragt wurde auch die Möglichkeit, ob ein Kompromiss dahingehend möglich sei, dass der Kläger das Grundstück pachtweise nach den Vorgaben der Gemeinde bewirtschaftet. Der Landwirt habe dies aber abgelehnt: Er sei nur an Eigentum interessiert. So erging letztlich das Urteil, das Landratsamt und Marktgemeinde in allen Punkten Recht gibt.

Wie berichtet, hatte der Kläger etwa moniert, das Landratsamt habe das naturschutzrechtliche Vorkaufsrecht zu spät geltend gemacht, nämlich nach dem Notartermin. Außerdem liege das Grundstück nicht an einem Gewässer, mithin greife der Naturschutz nicht. Landratsamt und Gemeinde betrachteten den angrenzenden Eschach-Graben als Nebenarm der Roth, auch wenn er nicht immer Wasser führt. Dem schloss sich das Gericht an.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel