Politik Landräte in Sorge um die Kliniken

Region / swp 16.07.2018

Die Gesundheitsversorgung wollen die Landräte im bayerisch-württembergischen Grenzgebiet noch stärker in den Fokus nehmen. Beim turnusgemäßen Arbeitstreffen vereinbarten die Landräte Thorsten Freudenberger (Neu-Ulm), Heiner Scheffold (Alb-Donau-Kreis), Hubert Hafner (Günzburg), Thomas Reinhardt (Heidenheim) sowie Leo Schrell (Dillingen) und Stefan Rößle (Donau-Ries), die nachhaltige Finanzierung kommunal geführter Krankenhäuser gegenüber der Bundesregierung wie auch der Landesregierungen noch stärker einzufordern.

Für das von den Landesregierungen stets propagierte Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, sei eine „wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung eine Grundvoraussetzung“, heißt es in einer Mitteilung. Dazu gehöre jeweils auch eine „funktionierende Geburtshilfeabteilung“. Die Landräte protestieren dagegen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss über neue Qualitätskriterien die Notfallversorgung an Kliniken neu ordnen will. Hier müsse vor allem der Bund eingreifen.

Ein weiteres Thema des Treffens war die Afrikanische Schweinepest. Dafür haben die Landeratsämter in beiden Bundesländern die vorgeschriebene Vorsorge getroffen. Landrat Scheffold, selbst passionierter Jäger, betonte an die Adresse der Jäger und Jagdpächter gewandt, dass die Schwarzwildpopulation nur mit „revierübergreifenden Drückjagden“ effektiv vermindert werden kann. Dennoch sei nicht ausgeschlossen, dass die Schweinpest irgendwann ausbricht – Hauptgefahr sind unachtsam weggeworfene Lebensmittel.

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