Kreis Neu-Ulm Landkreis beschwört den Sommer

MICHAEL JANJANIN 06.07.2013
Der Kreis Neu-Ulm hat eine neue Tourismus-Broschüre aufgelegt und gibt einen Überblick über die ans Wasser gebundenen Freizeitanlagen zwischen Iller, Donau und Roth: Badeseen, Frei- und Hallenbäder.

Vergessen wir die vergangenen Monate und deren trübe Färbung. Hinein ins Nass - empfiehlt die Tourismus-Abteilung des Landratsamts Neu-Ulm mit ihrer neuen Broschüre. Hoffend, dass das Wasser ab jetzt nicht mehr von oben kommt, sondern uns umschließt, Kühlung bringt im Baggersee oder Freibad. Acht Badeseen, regelmäßig kontrolliert nach den Richtlinien EU, zwei Freibäder, drei Hallenbäder, die zum Teil mit Außenbecken ausgestattet sind, und ein See- und Hallenbad listet Andrea Engel-Benz im neuen Flyer der Tourismusförderung auf. Eine Karte bietet Einheimischen wie Touristen Orientierung.

"Sechs Naherholungsgebiete - vom Unterelchinger See im Norden bis zu den Filzinger Seen bei Altenstadt im Süden des Landkreises - laden zum kostenlosen Badevergnügen ein", schreibt Engel-Benz in ihrem Vorwort. Der Verein für Naherholung im Landkreis Neu-Ulm habe in Zusammenarbeit mit den Gemeinden diese Badeparadiese geschaffen. In den vergangenen 37 Jahren seines Bestehens hat der Verein mehr als sieben Millionen Euro aufgewendet - als Zuschüsse für Tourismus- und Naherholungsprojekte. Zwölf Kommunen und zwei Vereine sind Mitglied im Verein. Vorsitzender ist Landrat Erich Josef Geßner, Geschäftsführer Walter Ulrich. Ein Schwerpunkt ist die Ausschilderung und Anlage von Rad-, Wander- und Walkingrouten. Der zweite Schwerpunkt der Hilfe für die Kommunen ist der Ausbau und die Pflege der Badeseen.

Ein abgeschlossenes Projekt ist zum Beispiel das neue Wasserwachtgebäude beim Unterelchinger See. Insgesamt hat der Naherholungsverein dazu knapp 30 000 Euro beigesteuert. Rund um den Filzinger See ist ebenfalls viel passiert in den vergangenen Jahren. Es gibt jetzt eine Badeinsel. Dazu kommt ein Duschplatz und weitere Einstiegshilfen in den See. An die 130 000 Euro fließen über mehrere Jahre hinweg zur Unterstützung an den Markt Altenstadt. Auch für das nächste Jahr liegen bereits Anträge vor. Der Ludwigsfelder See und der Sendener Waldsee brauchen neue Badeinseln. Senden erhält einen neuen Badesteg. Die Stadt Illertissen plant einen Beachvolleyball-Platz am Auer See; Zuschüsse hierfür hat der Naherholungsverein bereits bewilligt.

"Die Seen liegen idyllisch mitten im Grünen und sind mit großzügigen Liegewiesen und Spielplätzen sowie mit Sanitärgebäuden ausgestattet", wirbt Engel-Benz, das Geschaffene im Landkreis zur Naherholung zu nutzen. Die Wasserwacht sorge an den Wochenenden im Sommer zudem für die Sicherheit der Badegäste. "Vor einigen Jahren hatten wir bereits eine Broschüre über die Badeanlagen", ergänzt ihre Kollegin Monika Stadler, Wirtschaftsbeauftragte im Landratsamt. Nun gab es immer wieder Anfragen, diese wieder aufzulegen. Ob in Pfuhl, Senden, Ludwigsfeld, Altenstadt, Illertissen oder Vöhringen: Es gab viele Daten über die geschaffene, veränderte Infrastruktur zu sammeln. Zu jedem See ist die Ausstattung aufgelistet: Sanitäreinrichtung, Spiel- und Sportmöglichkeiten, Anzahl der Parkplätze, und ob es einen separaten Bereich für Kinder und Nichtschwimmer gibt. Nur die Oberfläche von Wasser und Liegewiesen ist unverändert - und geht an jedem Standort in die Hektar.

Fehlt nur noch das entsprechende Wetter: Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zum Hochdruckgebiet Xenia sind wenigstens nicht pessimistisch. "Wenn sich ein Hoch im Gebiet der Britischen Inseln erst einmal festgesetzt hat, dann gibt es gute Chancen, dass es dort auch noch länger liegen bleibt oder sich auch immer wieder regeneriert", berichtet der Internet-Dienst. Aha, denkt sich der Süddeutsche und fragt sich: "Was bedeutet das für uns?" Abgesehen von Unwägbarkeiten gibt es folgende Voraussage für das Wochenende in Schwaben: "Am Samstag scheint häufig die Sonne", auch wenn die Karte der Meteorologen das eine oder andere Wölkchen zeigt. Die Temperatur steigt auf 23 bis 29 Grad. Also rauf aufs Rad, dem Rat von Andrea Engel-Benz folgend: Alle Badeseen und Bäder sind in das Radwegenetz eingebunden. Denn besonders an heißen Sommertagen seien die Parkplätze rasch belegt.

Acht bei der EU angemeldete Seen im Landkreis Neu-Ulm