Landgericht Memmingen: Drogen aus dem Ausland verkauft?

Zwei Männer müssen sich wegen Drogen-Schmuggel vor dem Memminger Landgericht verantworten.
Zwei Männer müssen sich wegen Drogen-Schmuggel vor dem Memminger Landgericht verantworten. © Foto: Volkmar Könneke
Memmingen / Bianca Frieß 18.01.2018
Zwei Männer aus der Region stehen vor Gericht. Sie sollen Marihuana aus den Niederlanden eingeführt haben.

Sie sollen Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht und dort verkauft haben: Dafür müssen sich ein 31-Jähriger aus dem Kreis Neu-Ulm und ein ebenfalls 31-Jähriger aus dem Unterallgäu nun vor dem Memminger Landgericht verantworten. 

Zwei Mal sollen die Männer zusammen in die Niederlande gefahren sein: im April und im Mai vergangenen Jahres. Auf der Rückfahrt nach Deutschland sollen sie vor allem Marihuana, aber auch Kokain und Ecstasy im Gepäck gehabt und danach in ihren Wohnungen aufbewahrt haben. Die zweite Fahrt im Mai wurde bereits von der Polizei überwacht, danach wurden die Männer festgenommen.

70 Kilogramm Marihuana?

Aber auch schon ein halbes Jahr zuvor sollen die Angeklagten mit Marihuana gehandelt haben – und zwar mit großen Mengen. Zunächst ist von 70 Kilogramm die Rede, die der Allgäuer aufbewahrt haben soll. Das sei aber nicht nachgewiesen, berichtet Staatsanwalt Sebastian Murer. Als der 31-Jährige im Herbst 2016 aus seiner Wohnung auszog, habe er einen neuen Lagerort für die Drogen gesucht und fünf Kartons in die Garage eines Bekannten gebracht. Nach und nach sollen die Angeklagten die Drogen abgeholt und verkauft haben. Bei einer Durchsuchung im August 2017 stellte die Polizei noch sechs Kilogramm Marihuana sicher.

Die Angeklagten äußerten sich am ersten Prozesstag nicht zu den Vorwürfen. Strafkammer, Staatsanwaltschaft und Verteidiger zogen sich aber zu einem Rechtsgespräch zurück, von dem der Vorsitzende Richter Jürgen Hasler anschließend berichtete. Demnach haben die Anwälte der Angeklagten angegeben, dass die erste Niederlande-Fahrt lediglich „zur Probe“ gedacht gewesen sei. Außerdem sei der Mann aus dem Kreis Neu-Ulm nicht an Gewinnen aus Drogen-Verkäufen beteiligt. Der Prozess wird am 6. Februar fortgesetzt.

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