Sieben Jahr und sechs Monate wegen versuchten Mordes. So lautet das Urteil des Memminger Landgerichts unter Vorsitz von Richter Christian Liebhart gegen den 43-jährigen Angeklagten im Pfaffenhofener Armbrust-Prozess. Der Angeklagte hatte schon am ersten Prozesstag den Schuss auf sein 29-jähriges Opfer eingeräumt – nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer erdrückenden Beweislage. So war unter anderem die Tatwaffe mit Spuren des 43-Jährigen übersät im Fußraum von dessen Auto sichergestellt worden.

Angeklagter schoss Opfer in die Brust

Am 14. September 2018 hatte sich der 43-Jährige im Pfaffenhofener Ortsteil Volkertshofen im Landkreis Neu-Ulm mit einer schussbereiten Pistolenarmbrust an den neuen Partner seiner Ex-Freundin, mit der er zehn Jahre lang liiert war, herangeschlichen. Der 29-Jährige hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Haus der 32-Jährigen auf und rauchte an einem offenen Fenster eine Zigarette. Aus etwa einem Meter Entfernung schoss der 43-Jährige dem jüngeren Mann in die Brust.

Nur weil eine Rippe den Bolzen stoppte, wurde der 29-Jährige nicht lebensbedrohlich verletzt. Unter den seelischen Nachwirkungen leidet er noch heute. Auch die Verteidigung hatte den Vorwurf des versuchten Mordes eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe in Höhe von acht Jahren und vier Monaten gefordert, die Verteidigung höchstens fünf Jahre.

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