Weißenhorn Lärmschutz gewährleisten

Dort soll die Ein- und Ausfahrt zu den Supermärkten auf der Hasenwiese entstehen. Im Hintergrund verläuft die Oberhauser Straße. Nun werden die Pläne auf die Verkehrssicherheit und den Anwohnerschutz hin überprüft. Foto: Michael Janjanin
Dort soll die Ein- und Ausfahrt zu den Supermärkten auf der Hasenwiese entstehen. Im Hintergrund verläuft die Oberhauser Straße. Nun werden die Pläne auf die Verkehrssicherheit und den Anwohnerschutz hin überprüft. Foto: Michael Janjanin
CARSTEN MUTH 15.11.2012
Die Realisierung der Supermarktbauten auf der Hasenwiese in Weißenhorn lässt auf sich warten. Der Grund: Die Pläne der Investoren werden modifiziert, um die Anwohner zu schützen.

Die Diskussion über den Bau zweier Supermärkte auf der Hasenwiese hält die Weißenhorner weiter in Atem. Dabei ist noch nicht einmal klar, wann mit dem Bau begonnen wird. Einen Zeitplan für die Realisierung des Vorhabens gibt es nicht, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Fendt. Noch seien einige zentrale Fragen offen.

Wie berichtet, wollen Aldi und Feneberg Filialen auf der Hasenwiese errichten. Zwei Supermärkte in bester Lage in der Weißenhorner Innenstadt, wie Stadtbaumeister Burkhard Günther sagt. Die Investoren sind willig. Doch ihre ersten Entwürfe für den Bau der Märkte stießen im Stadtrat auf wenig Gegenliebe. Die Räte ließen, wie berichtet, kein gutes Haar an den Plänen. Sie forderten Nachbesserungen - vor allem, was Lärmschutz für Anwohner, Ein- und Ausfahrten, Verkehrssicherheit und Gebäudegestaltung betrifft. "Der Auftrag des Stadtrats ist eindeutig", sagt der Bürgermeister. "Die Pläne müssen überarbeitet werden." Bislang steht die Antwort der beiden Investoren und des für die Verkehrsplanung zuständigen Staatlichen Bauamts in Krumbach allerdings noch aus.

Der Aldi-Markt mit einer voraussichtlichen Nutzfläche von 1500 Quadratmetern soll auf dem östlichen Teil des Hasenwiese-Areals errichtet werden, deutlich exponierter auf dem westlichen Teil die Feneberg-Filiale mit einer Nutzfläche von rund1100 Quadratmetern.

Für Irritationen hatte der geplante Schallschutz gesorgt. Vom Aldi-Markt bis zur Markt-Einfahrt in der Oberhauser Straße soll eine fast vier Meter hohe Wand aus Steinkörben, so genannten Gabionen, errichtet werden. Auf der Nordseite, also zu den bewohnten Grundstücken hin, soll die Wand zudem mit einem Erdwall versehen werden. Die Stadträte übten Kritik. Auf diese Weise würden die Nachbarn eingemauert, hieß es. Stadtbaumeister Günther stellte klar: Ohne die Zustimmung der Anwohner geht nichts.

Auf dem Prüfstand stehen überdies die Pläne, die die Ein- und Ausfahrt in der Oberhauser Straße und nicht in der Reichenbacher Straße vorsehen. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer müsse gewährleistet sein, sagen die Räte. Das Staatliche Bauamt wurde um eine Stellungnahme gebeten.

Sobald diese und die modifizierten Pläne der Investoren vorliegen, werden sie im Weißenhorner Stadtrat vorgestellt. Ob das in diesem Jahr noch der Fall sein wird, darf laut Verwaltung allerdings bezweifelt werden. Der Rathauschef sagt: "Wir müssen warten, es bleibt uns nichts anderes übrig."

Fendt betont: Die Pläne dürfen kein Schnellschuss, sondern müssen juristisch wasserdicht sein, die Rechte der Anwohner gewahrt werden. "Denn was nutzen mir Planungen, die dann bei Klagen vor Gericht nicht haltbar sind?" Der Bürgermeister verspricht den Anwohnern: Das Verfahren bleibt transparent. "Es gibt keinen Grund zu Besorgnis, dass im Hintergrund gemauschelt wird."

Deshalb will Fendt vermitteln: Die Anwohner sollen die Möglichkeit erhalten, mit den Investoren zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Vielleicht lasse sich in dem einen oder anderen Punkt ein Konsens finden. "Vielleicht aber auch nicht."