Illertissen Kulturfonds Bayern zahlt 162 000 Euro

Die Floraphoniker aus der Steiermark eröffneten die Gartenlust mit speziellen Instrumenten. Foto: Inge Sälzle-Ranz
Die Floraphoniker aus der Steiermark eröffneten die Gartenlust mit speziellen Instrumenten. Foto: Inge Sälzle-Ranz
Illertissen / INGE SÄLZLE-RANZ 10.09.2012
Insgesamt kostet das Museum für Gartenkultur in Illertissen 700 000 Euro. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln einer Stiftung und Zuschuss-Töpfen.

Die Veranstaltungs-Premiere im Glashaus ist an diesem Wochenende gelungen. In den kommenden Monaten wird das Innenleben des 60 Meter langen, T-förmigen Museums für Gartenkultur in Illertissen ausgestaltet: für den Ausstellungsraum, den Museumsshop, die Bibliothek, den Lesesaal, ein Büro, ein Café und Toiletten.

Am 22. Februar ist Premiere für die erste Ausstellung. "Frühlingserwachen" wird der Titel lauten. Reinhard Hemmer, Vorstandsmitglied der Stiftung für Gartenkultur, macht schon heute neugierig: "Mal sehen, was da so alles aufgeht. Narzissen und andere Blumen sind sicher dabei." Anschließend folgt "Vom Samenkorn bis zum Setzling". Bald soll dann in Workshops und Seminaren weiteres, tradiertes historisches wie auch neuzeitliches Gärtnerwissen vermittelt werden.

Finanziert wird das ehrgeizige, gut 700 000 Euro teure Projekt aus Stiftungseigenmitteln und verschiedenen Zuschuss-Töpfen: Aus dem Kulturfonds Bayern kommt der Löwenanteil von 162 000 Euro, die Landesstiftung Bayern, der Bezirk Schwaben und der Kreis Neu-Ulm haben je 70 000 Euro bereitgestellt, die Stadt Illertissen 80 000 Euro. Außerdem geben die Karl-Jegg-Stiftung und die Josef-Kränzle-Stiftung je 10 000 Euro, damit die Sicherheiten für ein Darlehen in Höhe von 175 000 Euro zusammenkommen.

Stiftungsmitglied Dieter Gaissmayer bürgt ebenfalls für einen Teil der Darlehenssumme. Und der Illertisser Stadtrat hat beschlossen, die Fläche, auf der das Museum gebaut wird, der Stiftung Gartenkultur als Erbpacht zur Verfügung zu stellen. Außerdem, so freuen sich die Stiftungsmitglieder, kommen auch immer wieder stattliche Summen durch gespendete "Museumstaler" zusammen. Die können bei Veranstaltungen auf der Jungviehweide oder im Online-Shop der Staudengärtnerei Gaissmayer erworben werden. Die Bayerische Sparkassenstiftung hat zudem bereits 25 000 Euro für die Zeit zur Verfügung gestellt, wenn mal Aktionen laufen im Museum, zur medialen Aufbereitung.

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