Marktgespräch Kritik an Wohnbau und zu viel Verkehr

Die WÜW ließ über den Verkehr debattieren.
Die WÜW ließ über den Verkehr debattieren. © Foto: Ingrid Weichsberger
Weißenhorn / Ingrid Weichsberger 12.10.2018

Übersichtlich war die Zahl der Gäste beim Marktgespräch der Überparteilichen Wähler (WÜW) in Weißenhorn. Die Diskussionen über fehlende Wohnungen in der Stadt und die Verkehrsprobleme waren jedoch äußerst lebhaft. Zu Gast waren neben vier Stadträten auch die Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahlen. Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Bischof  hatte die Themen Wohnungsbau und Straßenverkehr in der Stadt ausgewählt.

Schnell meldete sich ein Bürger zu Wort und kritisierte, dass beim Wohnungsbau der maximale Gewinn erzielt werden müsse. Es werde alles zugepflastert, es würden zu kleine Wohnungen gebaut, denn damit werde nunmal das meiste Geld verdient. Ein weiterer Bürger stellte fest, dass sich die Wohnungsbaugesellschaft und deren Aufsichtsrat „zu Tode verwalte“.

WÜW-Stadtrat Bernhard Jüstel nahm dazu Stellung und erläuterte, dass die Wohnungsbaugesellschaft eine kleine Einheit darstelle, 170 Wohnungen betreue. Wenn die Marktgemeinde Pfaffenhofen zu der Wohnungsbaugesellschaft hinzukomme, werde es einen neuen Aufsichtsrat geben. Und dann werde ein neues Denken notwendig. Er machte jedoch deutlich, dass eine gewisse Nachverdichtung notwendig sei. „Eine Durchmischung muss sein, denn dann sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte Jüstel. Jürgen Bischof schlug einen „runden Tisch“ zu dem Thema vor.

Reinhold Strauß ist Mitglied der Bürgerinitiative für ein besseres Verkehrskonzept. Er kritisierte den schnellen Durchgangsverkehr. „Ich sorge mich um die Schulkinder“, sagte er. Weil es auf der Durchgangsstraße im Stadtteil Attenhofen noch immer keinen Flüsterbelag gebe. Er schlug vor, das Tempo auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren.

Wenn die Stadt Weißenhorn einen Lärmaktionsplan auflege, erhöhe sich die Freiheit zur Gestaltung des Verkehrs. Strauß forderte, die Stickstoffbelastung zu den Stoßzeiten zu messen. Er kritisierte die mangelhaften Fahrradabstellplätze in der Stadt und  vor den Supermärkten. 

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