Weißenhorn Krippe geht in Betrieb

Weißenhorn / MUT 20.08.2013

1,1 Millionen Euro hat die Erweiterung des Weißenhorner Kindergartens St. Maria um eine Kinderkrippe gekostet. Am morgigen Mittwoch wird die neue Krippe in Betrieb genommen - zwei Wochen später als ursprünglich geplant. Sie bietet Platz für zwei Gruppen mit insgesamt 24 Plätzen. Betreut werden Mädchen und Jungen im Alter unter drei Jahren. 23 der 24 neuen Plätze sind vergeben, wie Alfred Haas, der Zweite Bürgermeister der Stadt, berichtet.

Mit der Erweiterung von St. Maria stehen in Weißenhorn alles in allem 73 Krippenplätze zur Verfügung stehen. Damit erfülle man einen Großteil der gesetzlichen Vorgaben, wonach für ein Drittel aller Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze angeboten werden müssen. "Wir stehen gut da", sagt Haas.

In gerade einmal fünf Monaten ist die neue Krippe gebaut worden. Die Stadt hat drei weitere Betreuerinnen eingestellt. Träger der Kinderkrippe ist allerdings die katholische Kirche. Sie wird auch den Betrieb übernehmen. Die Kirche steuert gut 100 000 Euro zu dem Krippen-Projekt bei, die Stadt Weißenhorn rund 400 000 Euro.

Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte der Weißenhorner Stadtrat dem Bau der Krippe zugestimmt, obwohl in der Sitzung des Gremiums bekannt geworden war, dass das Vorhaben rund 300 000 Euro teurer als ursprünglich angenommen wird - und damit rund 400 000 Euro teurer als etwa der Ausbau des Awo-Kindergartens in 2011.

Bürgermeister Wolfgang Fendt begründete die Preissteigerung damals damit, dass im Kindergarten St. Maria wegen der veralteten Bausubstanz der Aufwand höher als bei den vorausgegangenen Krippenbauten in der Fuggerstadt sei.