Oberelchingen Konzertabend der besonderen Art

Nach dem Auftritt in der Klosterkirche spielte Bordunitas im Garten des Oberelchinger Klosters weiter. Zu später Stunde stand außerdem eine Feuershow mit Dolores vom oberen Markt auf dem Programm. Foto: Amrei Groß
Nach dem Auftritt in der Klosterkirche spielte Bordunitas im Garten des Oberelchinger Klosters weiter. Zu später Stunde stand außerdem eine Feuershow mit Dolores vom oberen Markt auf dem Programm. Foto: Amrei Groß
Oberelchingen / AMREI GROSS 07.08.2013
Am Sonntag wurde in Oberelchingen das Mittelalter zu neuem Leben erweckt: Die Spielleute Bordunitas gastierten in Klosterkirche und -garten.

Sie hören auf die klangvollen Namen Vitus und Sonora von Hohenegg, Ambrosius di Trinitus und Dolores vom oberen Markt. Ihnen werden geradezu magische Fähigkeiten nachgesagt: Die vier Spielleute Bordunitas, so munkelt man, entführten ihre Zuhörer in vergangene Zeiten und mystische Welten und hätten selbst das Feuer gezähmt. Am Sonntag stellten sie ihr Können zuerst bei einem geistlichen Konzert in der Oberelchinger Klosterkirche und anschließend mit weltlichen Weisen im grünen Klostergarten eindrucksvoll unter Beweis. Das Publikum strömte zahlreich und erlebte einen Konzertabend der ganz besonderen Art.

Mit leisen Klängen, kraftvollen Melodien und mehrstimmigem Gesang in Sopran, Alt, Tenor und Bass zogen Bordunitas die Zuhörer von Anfang an in ihren Bann. Ihre authentischen Instrumente von der Harfe über Flöten, Lauten, Cister, Krummhorn und Streichpsalter bis hin zu Drehleier, Scheitholz, Nyckelharpa und Trommeln brachten immer neue Klangelemente ins Spiel. Auf dem Konzertprogramm standen alte Pilgergesänge, bretonische und altenglische Tänze, Weisen aus der Carmina Burana, die Liebeslyrik des Walter von der Vogelweide und das "Palästinalied", das bis heute eine erstaunliche Aktualität hat.

Am Ende eines eindrucksvollen Konzerts bedankten sich die Zuhörer mit reichlich Beifall und einer Spende für den guten Zweck: Der Erlös des Abends fließt auf Wunsch der Spielleute zum einen Teil in die Generalsanierung der mehr als 100 Jahre alten Oberelchinger Steinmeyer-Orgel, zum anderen Teil an das Aufschnaufhaus der Lebenshilfe Donau-Iller in Ulm.

Direkt im Anschluss an das Kirchenkonzert setzte sich das mittelalterliche Treiben im Klostergarten fort. Der Obst- und Gartenbauverein reichte Bowle mit Kräutern aus dem Klostergarten, während Bordunitas Auszüge aus ihrem deutlich derberen weltlichen Repertoire darboten. Zu später Stunde stand außerdem eine Feuershow mit Dolores vom oberen Markt auf dem Programm.

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