Bauen Kompromiss im Zäunestreit

pf 14.08.2017
Ursprünglich war nur ein Meter erlaubt. Doch so manche Begrenzung im neuen Baugebiet ist höher.

Erst im April hatte der Gemeinderat in Holzheim für den Zäunestreit im Neubaugebiet mit 44 Grundstücken einen Kompromiss beschlossen. Zaunsockel dürften demnach 45 Zentimeter hoch gebaut werden. Die gesamte Einfriedung eines Grundstücks darf bis zu 1,45 Meter Höhe erreichen. Diese Maße könnten dann aber nicht mehr überschritten werden, hatte es geheißen.

Ein Antragsteller hat dennoch einen Zaun 1,55 Meter hoch gebaut und wollte dies auch genehmigt bekommen. Martin Volk (SPD/UWH) war dagegen: „Wenn wir hier zustimmen, haben wir keine Handhabe bei der Gestaltung des Baugebiets mehr.“ Das Gremium beharrte darauf, dass der Antragsteller seinen Zaun auf eine Höhe von 1,45 Meter zurückbaut. Es gab noch einen zweiten Antrag, dieser Bauherr hatte die neuen Grenzmaßen aber eingehalten. Der Gemeinderat erteilte deshalb sein Einvernehmen.

Wie berichtet, hatte sich fast die Hälfte der Grundstücksbesitzer in dem Neubaugebiet über die Vorgaben der Naturschutzbehörde hinweggesetzt. Demnach sind nur Hecken bis zu einem Meter Höhe als Grundstücksabgrenzung erlaubt. Grund dafür: Der Bereich am Ortsrand soll „kleintiergängig“ bleiben. Zum anderen spiele die Verkehrssicherheit eine Rolle. Hecken sollten in Kurvenbereichen nicht höher wachsen, damit Kinder auf dem Fahrrad noch drüber schauen können.

Grundstücksbesitzer, die die ursprünglichen Vorgabe nicht eingehalten haben, müssen nun Anträge zur Befreiung vom Bebauungsplan bei der Gemeinde einreichen.