Was meinen die Sendener zum Bahnübergang? Soll er offen bleiben oder geschlossen werden? Die zwei Lager, die sich gebildet haben, behaupten beide, hinter ihnen stünde die Mehrheit der Bevölkerung. Wissen kann es aber niemand. Es ist also geboten, diese Frage direktdemokratisch in einem Ratsbegehren/Bürgerentscheid klären zu lassen. Dass die Freien Wähler, der Großteil der SPD und die Hälfte der Biss-Fraktion dieses Vorgehen ablehnen, löst nur verwundertes Kopfschütteln aus.

Zumal deren Argumentation zeigt, dass es keine Gründe gibt, die dagegen sprechen. Erst hieß es seitens SPD und Freien Wählern, vor einem Bürgerentscheid muss der Stadtrat einen Beschluss fassen. Nachdem das passiert ist, heißt es: Wenn die Bürger etwas gegen den Beschluss haben, sollen sie selbst aktiv werden, Unterschriften sammeln und die Entscheidung an sich ziehen. Wer so auftritt, der spielt auf Zeit. Der hofft, dass die Bahn den Verhandlungstisch verlässt - und alles bleibt, wie es ist.