KOMMENTAR · BÜRGERMEISTER: Baiker ganz allein

NIKO DIRNER 01.08.2013

Den vergangenen Dienstag wird der Sendener Bürgermeister Kurt Baiker womöglich nicht so bald vergessen. Gleich bei zwei Abstimmungen stand er mit den von ihm vorangetriebenen Projekten am Ende allein da. Weil er partout nicht auf die Forderungen der Stadträte eingehen wollte, die sowohl in Sachen sozialer Wohnungsbau wie beim Thema Bahn-Querung mehr Infos forderten. Doch Baiker mochte nicht liefern.

Offensichtlich will der Bürgermeister, der offen lässt, ob er 2014 erneut kandidiert, schnell Versäumnisse nachholen und alles so regeln, dass er Recht behält. Denn natürlich hat es die Stadt versäumt, für Wohnraum zu sorgen. Und genauso hat es die Stadt mit ihrem Baumeister und Verwaltungschef Kurt Baiker versäumt, rechtzeitig daran zu denken, dass die Pendler bei einer künftig fast nur noch geschlossenen Bahnschranke den Zug erreichen sollten - und wenn es nur mit einem Provisorium geht. Aber Baikers beabsichtigter Schnellschuss im Sozialen und die seine Sicht bestätigende Untersuchung zur Bahn-Querung wollten die Stadträte nicht abnicken. Auch nicht die Freien Wähler und die SPD, die ihm stets folgten. Das sieht nach einer Absetzbewegung aus.