Klassische und moderne Blasmusik gefallen

Mit musikalischen Genüssen reich beschenkt wurden die Zuhörer beim Frühjahrskonzert der Musikvereine Gutenzell und Hörenhausen. Im Bild das Hörenhauser Blasorchester. Foto: Clemens Schenk
Mit musikalischen Genüssen reich beschenkt wurden die Zuhörer beim Frühjahrskonzert der Musikvereine Gutenzell und Hörenhausen. Im Bild das Hörenhauser Blasorchester. Foto: Clemens Schenk
CLEMENS SCHENK 03.04.2013
Musikalisch reich beschenkt worden sind die Besucher am Ostersonntag beim Musikverein Hörenhausen und seinem Gast, dem Musikverein Gutenzell. Es gab klassische, konzertante und moderne Blasmusik.

örenhausen - Für das traditionelle Oster-Konzert des Musikvereins Hörenhausen zog in die Gemeinehalle in Sießen im Wald der Frühling ein - den winterlichen Temperaturen draußen zum Trotz. Die befreundeten Musikvereine Gutenzell und Hörenhausen gefielen durch abwechslungsreiche und anspruchsvolle Auswahl ihrer Lliteratur von klassischer, traditioneller, konzertanter bis hin zu moderner Blasmusik, welche von den gut disponierten Musikern der beiden Blasorchester alles abverlangte. "Reife musikalische Leistung", war der einhellige Tenor der Zuhörer.

Mit der Ouvertüre "Slovenia" eröffnete das Gutenzeller Blasorchester unter der Leitung von Dirigent Joachim Wilhelm den Abend. In seiner sinfonischen Ouvertüre beschreibt der Komponist Alfred Bösendorfer die Erhebung Sloweniens gegen die serbische Vormachtsstellung und das Gefühl der Hoffnung, das ihm in Verbindung mit der angestrebten Unabhängigkeit entgegenschlug. Das Medley "From the Highlands" von Marco Pütz entführte nach Schottland, wobei das Stück die bitter-süße Mentalität der durch ihre keltischen Vorfahren geprägten Schotten herausarbeitet. Das emotionale Auf und Ab des tatsächlichen Lebens der legendären Kaiserin Elisabeth vereinten Michael Kunze und Sylvester Levay in ihrem Musical "Elisabeth". Das Stück, Fritz Neuböcks "A window to the world" basierte auf den afrikanischen Klängen des fröhlichen südafrikanischen Volksliedes "Yakanaka Vangheri", dessen Text soviel bedeutet wie "Lasst uns gemeinsam singen und tanzen", eine Hommage an die Geselligkeit und Freundschaft, deren Botschaft gut zum Konzertabend der beiden befreundeten Musikkapellen passte.

"Rock on", hieß es im weiteren Konzertverlauf, die weltweit unbestritten größten Hits der weltweit unbestritten größten britischen Rockband verarbeitete der Arrangeur Peter Kleine Schaars in seinem Medley "Queen Greatest Hits", was die Besucher zum Mitsummen animierte. Mit der mit viel Beifall geforderten Zugabe, der bekannten "Feuerfest Polka" von Josef Strauss, beendeten die Gutenzeller ihren Konzertteil, der von Philipp Gropper moderiert wurde.

Mit der einfühlsamen Ouvertüre zur Oper "Der Kalif von Bagdad" von Francois-A. Boieldieu in einer Bearbeitung von Hans Hartwig eröffnete das Hörenhauser Blasorchester den zweiten Konzertteil. Die gute Wiedergabe dieses anspruchsvollen Werkes gab den Musikern unter dem sicheren und umsichtigen Dirigat von Musikdirektor Wilfried Thanner nötiges Selbstvertrauen. In dem Originalwerk "Momentum" präsentierte der Komponist Thomas Doss auf musikalische Art und Weise den Verlauf der Vier-Jahreszeiten in einer idyllischen Alpenlandschaft, was dem Orchester überzeugend gelang.

Zur Musik eingeblendete Landschaftsbilder unterstützten dabei auch optisch den Gedankenlauf. Bei dem monumentalen "Krönungsmarsch" von P.I.Tschaikowsky aus Anlass der Krönung von Zar Alexander III. war jedes Register in Rhythmik und Ausstrahlung stark gefordert.

John Williams zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Filmkomponisten. Bei "John Williams: Symphonic Soundtracks" erklangen die mystische und geheimnisvolle Filmmusik zu "Harry Potter und der Stein der Weisen", die schönen Melodien aus dem Film "A.I. (Artifical Intelligence)" und die bewegende, dramatische Musik aus "Der Patriot" , erforderte nochmals die volle Konzentration. Ganz in ihrem Element waren Dirigent und alle Register auch bei "The Lion King", der beliebten Filmmusik aus dem weltweit erfolgreichsten Zeichentrickfilm in dem von John Higgins bearbeitetem Orchesterwerk mit bekannten Titeln wie "Circle of Life", "Hakuna Matata" oder "Can you feel the love tonight".

Passende Bild- und Filmeinstellungen unterstützten auch hier die musikalischen Vorträge, die von Heike Wanner mit informativen Details angesagt wurden. Als Zugabe gab es den neu bearbeiteten preußischen Militärmarsch "Margareten-Marsch" von Gottfried Piefke.