Senden Kinderpornos auf dem Computer: Bewährung

Senden / BÖ 02.08.2013
Ein 54-jähriger Sendener ist wegen harter Kinderpornographie auf dem Computer vom Amtsgericht Neu-Ulm zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung und einer Geldbuße von 2500 Euro verurteilt worden.

Ein 54-jähriger Sendener ist wegen harter Kinderpornographie auf dem Computer vom Amtsgericht Neu-Ulm zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung und einer Geldbuße von 2500 Euro verurteilt worden. Auf seinem Computer hatten die Ermittler 74 Fotos entdeckt, die Sexszenen mit Kindern zeigten.

Die Ermittlungen hatten sich zuerst gegen die Lebensgefährtin des Mannes gerichtet, weil der Internetanschluss auf ihren Namen angemeldet war. Später stellte sich heraus, dass der 54-Jährige diese Aufnahmen heruntergeladen und in seiner Anlage gespeichert hatte, angeblich ohne große Hintergedanken. Das nahmen ihm das Gericht und die Staatsanwaltschaft nicht ab. "74 Bilder, das ist kein Zufallsprodukt mehr", sagte Richterin Gabriele Buck. Wegen Menschen, die sich an solchen Bildern ergötzten, würden irgendwo auf der Welt Kinder brutal sexuell missbraucht. Dafür könne es kein Verständnis geben.

Die Polizei war wahrscheinlich auf die Spur des Mannes gekommen, weil ein Kinderporno-Ring ausgehoben wurde und die Spuren zu den Bestellkunden der Bilder nachvollzogen wurden. Diese Bilder seien kostenfrei heruntergeladen worden.

Eine Wiederholungsgefahr gebe es nicht, versicherte der Angeklagte der Richterin: Er habe keinen Computer mehr und werde sich auch keinen mehr zulegen.