Exkursion Kindergarten zu Besuch beim Organist

Max Kempfle spielte den Kindern auch vor.
Max Kempfle spielte den Kindern auch vor. © Foto: Kindergarten
Attenhofen / Kindergarten St. Laurentius 18.06.2018

Früh morgens machten wir Kinderreporter uns auf den Weg in die St. Laurentius Kirche in Attenhofen. Dort trafen wir uns mit Organist Max Kempfle. Geduldig stellt er sich unseren neugierigen Fragen. Wir erfuhren, wie eine Orgel funktioniert: Der Orgelmotor bläst Luft in die Orgel-Pfeifen, die dann einen Ton erzeugen. Die Orgel in der Attenhofener Kirche hat mehr als 500 Orgelpfeifen. Wobei die größte Orgelpfeife zwei Meter lang ist und die kleinste nur neun Zentimeter groß.

Die Orgel ist mehr als 100 Jahre alt und hat sehr viel Geld gekostet. Jede Tastenreihe wird Manual genannt und mit den verschiedenen Registern kann eingestellt werden, welche Orgelpfeifen aktiv sind. Es spielen nicht alle 500 Orgelpfeifen gleichzeitig. Bei manchen Orgeln müssen die Register vorsichtig gezogen werden. Daher auch das Sprichwort: „Da musste ich alle Register ziehen“.

Max Kempfle spielt die Orgel nebenberuflich in Attenhofen und in Bubenhausen. In Attenhofen hat die Orgel zwei Manuale, wobei jedes Manual aus 32 weißen und 22 schwarzen Tasten besteht. Die schwarzen Tasten sind für die halben Töne, erklärte der Organist. Wir wollten wissen, ob er überhaupt Noten lesen kann? Mit einem lachenden „Ja, klar“ wurde die Frage beantwortet. Er fügte noch hinzu, er habe das Klavier und Orgelspielen bei den Claretinern und den Franziskanerinnen in Weißenhorn gelernt.

Auf die Frage „Geht die Kirche nicht kaputt, wenn du so laut Orgel spielst“ antwortete er schmunzelnd: „Nein, die Mauern halten das schon aus. Außerdem spiele ich nicht immer so laut, nur am Anfang und zum Schluss eines Gottesdienstes. Während des Gottesdienstes passe ich die Lautstärke dem Gesang der Gemeinde an. Höre ich sie nicht mehr singen, dann bin ich zu laut“.

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