Vöhringen Keine offene Drogenszene in Vöhringen

IWE 05.07.2013

Nach wie vor gebe es in Vöhringen keine offene Drogenszene. Das sagte Sandra Heinzelmann von der Evangelischen Diakonie jetzt dem Umwelt- und Hauptausschuss des Vöhringer Stadtrates. Heinzelmann vertrat bei ihrem Auftritt die Vöhringer Drogenbeauftragte Nicole Uhl. Die Tatsache, dass harte Drogen weiterhin im Verborgenen konsumiert werden, verhindere eine Stigmatisierung der Süchtigen, erläuterte Heinzelmann. Immer am Freitagabend sei die Streetworkerin in der Stadt unterwegs. Dabei habe sie zwei Zielgruppen erreicht: einerseits die jugendlichen Einsteiger und andererseits die Experimentierer, teilte Heinzelmann mit. Bei 112 Gesprächen mit meist männlichen Jugendlichen im Alter von 14 bis zu 25 Jahren waren Suchtmittel, schulische, familiäre und berufliche Schwierigkeiten das Thema. Rückläufig sei jedoch die Zahl der weiblichen Jugendlichen die Hilfe suchen. Insgesamt hatte die Drogenberaterin im vergangenen Jahr 258 Kontakte, und sie führte 146 Beratungsgespräche. 49 Personen suchten Rat in der Beratungsstelle Drob-In, davon kamen 15 Personen zum ersten Mal in das Büro. Derzeit seien frei über das Internet erhältliche Kräutermischungen ein großes Problem. Bürgermeister Karl Janson erklärte dazu, dass auch in Vöhringen Sucht keineswegs nur ein Problem der jungen Leute sei. Man sehe, dass der Bedarf an Hilfe groß sei, sagte er.