Beratung Kein weiterer Seniorenrat im Landkreis Neu-Ulm

Kreis Neu-Ulm / cze 05.10.2017

Im Landkreis Neu-Ulm wird keine zusätzliche kommunale Seniorenvertretung eingeführt. In der Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags erteilten alle Fraktionen einer solchen Überlegung eine Absage. Er werde immer mal wieder auf ein derartiges Gremium angesprochen, erklärte Landrat Thorsten Freudenberger in der Sitzung. Deswegen habe er abklären wollen, ob der Ausschuss für Soziales und Senioren einen entsprechenden Bedarf sieht.

Tut er aber nicht. Und zwar nicht, weil den Mitgliedern die Anliegen der älteren Menschen egal sind. Es herrscht nur unisono die Auffassung, dass die vorhandenen Beratungsangebote für Senioren im Landkreis ausreichend sind. Der Kreistag habe sich schon vor Jahren dafür entschieden, die Seniorenberatung dezentral im ganzen Landkreis über Beratungsstellen verschiedener Träger durchzuführen, hieß es in der Sitzungsvorlage.

Keine zusätzliche Bürokratie

„Wir sollten keine zusätzliche Bürokratie aufbauen“, sagte Ernst-Karl Ehrmann (Grüne). Das befanden auch Dieter Wegerer (FW) und Beate  Altmann (CSU). Der alternativen Idee eines Seniorenbeauftragten konnten die Räte indes eher etwas abgewinnen. Nur eine Person, weniger Bürokratie, weniger Kosten. Landrat Freudenberger will das nun prüfen lassen.