Bauen Kein Verein? Debatte um Bitte der Caritas

Vöhringen / Ingrid Weichsberger 13.07.2018
Soll die Stadt Vöhringen die Küche im Seniorenheim fördern oder nicht? Die Mehrheit war nach heftiger Debatte dafür.

Das Café und die dazu gehörende Küche im Vöhringer Seniorenheim der Caritas wurden für 1,3 Millionen Euro umgebaut und saniert. Die Stadt trägt insgesamt 50 000 Euro in zwei Raten bei. Diese Summe entspricht den städtischen Vereinsförderlinien. Bei der Abstimmung im Haupt- und Umweltausschuss gab es drei Gegenstimmen.

In der Küche des Seniorenzentrums werden nicht nur die Heimbewohner bekocht, sondern es werden auch Schulen, Kindertagesstätten und ältere, daheim wohnende Senioren mit Essen versorgt. Für den Umbau hat die Caritas den üblichen Zuschuss der Stadt beantragt. Dazu gab es allerdings zunächst heftige Wortbeiträge der Mitglieder im Vöhringer Hauptausschuss.

Sehr gelobt wurde die Arbeit der Caritas. „Die Caritas ist jedoch ein Wirtschaftsunternehmen und kann nicht wie ein Verein gefördert werden“, machte Volker Barth, SPD, deutlich. Sein Fraktionskollege Roland Bader pflichtete ihm bei und meinte: „Die Caritas sollte doch einmal ihre Bilanzen offenlegen.“

Förderrichtlinien anpassen

Der Caritasverein bitte die Stadt um Unterstützung. „Wie sollen wir diesen Verein von anderen Vereinen unterscheiden?“, fragte Peter Kelichhaus, FWG. Michael Neher, CSU, schlug vor, die Vereinsförderrichtlinien anzupassen. Der Bau der Wohnungen für Behinderte beim Seniorenzentrum und die Caritas stünden Vöhringen gut an. „Diese Form gibt es nirgends in der Umgebung.“

Bürgermeister Karl Janson erklärte, dass das Café des Hauses für viele Senioren der einzige Treffpunkt in der Stadt sei und dieser auch genutzt werde. Janson: „Wir müssen uns nicht nur um die Kinder, sondern auch um unsere älteren Mitbürger kümmern.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel