Senden Kein grünes Licht für Ampel in Ay

Man kann sich gut vorstellen, wie hier nach dem Läuten der Schulglocke die Ayer Kinder raus drängen. Damit sie sicher über die Straße kommen, muss etwas passieren, waren sich Stadträte, Polizei und Bürgermeister einig. Foto: Kessler
Man kann sich gut vorstellen, wie hier nach dem Läuten der Schulglocke die Ayer Kinder raus drängen. Damit sie sicher über die Straße kommen, muss etwas passieren, waren sich Stadträte, Polizei und Bürgermeister einig. Foto: Kessler
Senden / NIKO DIRNER 14.11.2012
Bei der Ayer Schule soll eine Querungshilfe in die Hauptstraße gebaut werden. Darin waren sich alle einig. Bislang. Jetzt wird erneut diskutiert.

Kann es so schwierig sein, einen Zebrastreifen 800 Meter weiter nach Norden zu verschieben? Und ihn um eine Ampel zu ergänzen? Offenbar ja, jedenfalls muss sich die Stadt Senden mit einem solchen Problem herumschlagen. Es geht um den Zebrastreifen in der Hauptstraße, der Staatsstraße 2019. Er soll von der Einmündung Bayernstraße zur Grundschule verlegt werden, deren Hauptausgang nach der Generalsanierung auf die Hauptstraße mündet. Erst gaben das Landratsamt Neu-Ulm und das Staatliche Bauamt grünes Licht, doch nun mauern die Behörden. Nun hatte Bürgermeister Kurt Baiker deshalb zu einem Ortstermin geladen.

Es sei "irritierend", dass die Stadt immer wieder "vertröstet" wird, ärgerte sich der Bürgermeister. Die Voraussetzungen für eine Ampel, die zunächst nur als Provisorium errichtet würde, seien sicherlich erfüllt. "Was will man da behördenintern noch klären?", fragte Baiker im Hinblick auf ein nicht-öffentliches Gespräch am Freitag im Landratsamt. Dabei, teilte er mit, sei eine Teilnahme der Stadt "nicht vorgesehen, beziehungsweise erwünscht".

Die Zuständigen des Landratsamtes und des Bauamtes wollten sich nicht äußern - sie waren dem Ortstermin ferngeblieben. Arthur Schrapp von der Polizei Weißenhorn war als einziger Behördenvertreter gekommen. Der Verkehrsexperte sprach sich dafür aus, vor dem Schulhofausgang eine Querung anzulegen.

Dafür könnte der Zebrastreifen verlegt werden. Das müsse aber nicht sein, wenn man die vielbefahrene Straße mit einer Insel in zwei Abschnitte unterteilen würde. Dann hätten die Kinder jeweils nur eine Hälfte zu überqueren. Dabei würden erfahrungsgemäß weniger Unfälle passieren als bei einer Druckknopfampel.

Die Eltern haben sich zuletzt in einer Unterschriftenaktion für eine provisorische Ampel ausgesprochen. Provisorisch deshalb, weil die Hauptstraße in den kommenden Jahren vom neuen Kreisel an der Kapelle bis zur Bayernstraße saniert werden soll. Die Pläne dafür liegen bereits in den Schubladen der städtischen Bauverwaltung - und darin ist auch bereits eine Mittelinsel eingezeichnet. Eine Überlegung war noch, bis es eine sichere Querungsmöglichkeit gibt, einen Schülerlotsendienst einzuführen.

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