Polizei Jungen als Brandstifter ermittelt

Nersingen / Michael Janjanin 07.04.2017

Ein Junge hat gestanden, am Dienstagabend in einem unbewohnten Haus in Nersingen einen Brand gelegt zu haben. Da dieser noch als strafunmündig gilt, also jünger als 14 Jahre ist, wurde er seiner Mutter übergeben, teilte die Polizei am Freitag mit. Kurz nach 19 Uhr am Dienstag hatte ein Mann den Brand gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der hintere Teil des seit Jahren unbewohnten Hauses bereits in Vollbrand. Da sich in dem Haus noch Öltanks befanden, wurden weitere Feuerwehrkräfte nachalarmiert. Insgesamt waren die Feuerwehren aus Nersingen und Fahlheim mit 35 Mann im Einsatz. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Der Sachschaden an dem Gebäude beläuft sich nach einer groben Schätzung auf rund 20.000 Euro, teilt die Polizei mit.
Bereits am Dienstag hätten sich die Hinweise verdichtet, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte. Deshalb sei der Kriminaldauerdienst Memmingen unterrichtet worden, der die ersten Ermittlungen am Brandort in Zusammenarbeit mit der Polizei Neu-Ulm übernahm. Am Folgetag wurden die Ermittlungen von der Kriminalpolizei Neu-Ulm und der Spurensicherung weiter geführt. Bereits vor mehreren Wochen habe es Sachbeschädigungen an dem Haus gegeben, weshalb der Hauseigentümer eine Wildkamera installierte. Am Nachmittag nach dem Brand meldete sich ein Angehöriger des Eigentümers bei der Polizei und gab an, dass er soeben auf der Kamera zwei Jungs beobachte, die sich in der Nähe des Hauses aufhielten. Er hielt die beiden bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Nach anfänglichem Leugnen gestand einer von ihnen, sowohl den Brand gelegt zu haben, wie auch die vorangegangenen Sachbeschädigungen an dem Haus. Nach jetzigem Kenntnisstand hatte der Junge in dem Haus gezündelt, woraufhin sich ein außer Kontrolle geratener Brand entwickelte. Die Polizei hat die Staatsanwaltschaft wie auch das Jugendamt informiert.