Die Vöhringer Ortsverband der Jungen Union fordert eine Badeverordnung für den Waldbaggersee, der auf Vöhringer und Sendener Gebiet liegt. Grund seien „massive Probleme“ rund um den FKK-Badebereich. „Mit der Forderung nach einer geregelten Badeverordnung möchte ich mich klar gegen das ausufernde Verhalten einiger Weniger, die ihr Unwesen und unangemessenes Verhalten in der Öffentlichkeit ausleben wollen, aussprechen“, teilt JU-Vorsitzender Sascha Hinterkopf in dem Antrag an die Stadtverwaltung mit. Am normalen FKK-Badebetrieb stört sich die JU hingegen nicht, betont Hinterkopf.

Der Waldbaggersee gilt schon seit Jahren als Treffpunkt der Swinger- und Homosexuellenszene. Es kommt dort immer wieder zu sexuellen Handlungen. Weil der Weg entlang des Badesees in den Sommermonaten bei Familien beliebt ist und auch als Schulweg diene, soll der Polizei mit der Badeverordnung eine stärkere Handhabe für Platzverweise gegeben werden.

Nur: Die Stadt Vöhringen verfügt bereits über eine Badeverordnung, teilt Hauptamtsleiter Jürgen Herzog auf Anfrage mit. Diese regelt, dass auf der Vöhringer Seite des Waldbaggersees das Nacktbaden erlaubt ist, etwa auf einer ausgewiesenen Liegewiese. Am 12. März wird das Thema vor­aussichtlich nochmal im Hauptausschuss behandelt. Eine Möglichkeit wäre, die FKK-Bereiche deutlicher von den Bereichen abzugrenzen, in denen Nacktbaden nicht erlaubt ist, so Herzog.

Das würde auch Thomas Merk, Leiter der Polizeistation in Senden, begrüßen. Er stellt jedoch klar, dass die Polizei schon jetzt eine Handhabe gegen unzüchtiges Verhalten am See hat. Allein in der vergangenen Badesaison habe die Sicherheitswacht „ein paar hundert Platzverweise“ erteilt, so Merk.