Vöhringen Jugendtreff: Projekt für Behinderte und Nichtbehinderte

CLAUDIA SCHÄFER 04.04.2013
Ein neuer Freizeittreff des Roten Kreuzes soll in Vöhringen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammenbringen.

Was machen junge Leute in ihrer Freizeit am liebsten? Sie treffen sich mit Gleichaltrigen, wollen miteinander reden, zusammen etwas unternehmen und Spaß haben. Weil dies gleichermaßen für Jugendliche mit und ohne Behinderung gilt, hat der Neu-Ulmer Kreisverband des Roten Kreuzes vor einigen Jahren in Weißenhorn eine Freizeitgruppe organisiert, die allen offensteht. Die Idee kam so gut an, dass die Treffen bei vielen jungen Leuten aus Weißenhorn und Umgebung fest im Terminkalender stehen. Durchschnittlich sieben Leute kommen in den Treff. "Da muss man hin, das hat absolute Priorität", beschreibt Claudia Lederle aus Pfaffenhofen die Begeisterung, mit der ihre 18-jährige behinderte Tochter Jasmin die Gruppe besucht. Lederles Sohn Christian ist als Betreuer dabei.

In Vöhringen baut die offene Behindertenarbeit des BRK-Kreisverbands (OBA) derzeit einen neuen Treff auf. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, behindert und nicht behindert, die sich gerne regelmäßig für gemeinsame Aktionen treffen wollen. Organisiert hat das Projekt Mirjam Schmid. Die 22-Jährige studiert Soziale Arbeit, macht ihr Praxissemester bei der OBA und war auf der Suche nach einem Thema für ihre Projektarbeit. Sie erkannte, dass behinderte Jugendliche trotz aller Bemühungen zur Inklusion noch nicht sehr viele Möglichkeiten haben, in ihre Freizeit etwas ohne die Eltern zu unternehmen oder Gleichaltrige zu treffen.

Mit Unterstützung von Gabriele Rüggenmann, die im BRK-Kreisverband die offene Behindertenarbeit koordiniert, plante sie den "Freizeittreff Vöhringen", organisierte einen Raum im Rotkreuzhaus und sammelte Ideen für das Programm. Ihre Vorschläge seien aber nur Anregungen, betont Schmid.