Was für ein Coup: Die Low-Budget-Produktion „Landrauschen“ hat, wie berichtet, beim renommierten Max-Ophüls-Filmfestival in Saarbrücken abgeräumt. Der Heimatfilm von Regisseurin Lisa Miller wurde als bester Spielfilm und für das beste Drehbuch ausgezeichnet, erhielt überdies den Preis der Ökumene. Das „Landrauschen“-Team war aus dem Häuschen und feierte ausgiebig. „Wobei einige von uns die ersten beiden Stunden nach der Preisverleihung fassungslos auf ihren Sitzen saßen“, berichtete Lisa Miller, die das Erlebte erst mal sacken lassen musste. „Es fühlt sich nach wie vor komisch an.“ Für Produzent Johannes Müller war die Preisverleihung einfach nur „der Wahnsinn“. Er sagte: „Wir sind komplett überwältigt.“

Finanziert wurde „Landrauschen“ von lokalen Sponsoren und Crowdfunding im Internet. Der Rotary-Club Weißenhorn etwa unterstützte das Filmteam  mit 6000 Euro. „Uns hat das Projekt von Anfang an überzeugt“, sagt Rotary-Sprecher Thomas Schulz. „Dass der Film gewinnt, hat mich überwältigt.“

Lisa Miller hat auch das Drehbuch geschrieben. Der Film wurde in íhrem Heimatort Weißenhorn-Bubenhausen und teilweise in der Redaktionsräumen  der SÜDWEST PRESSE in Ulm gedreht. Er soll im kommenden Herbst in die Kinos kommen. Der Erfolg des Streifens kommt der Region zugute, sagte Rotarier-Sprecher Schulz. „Für Weißenhorn ist das ein Image-Gewinn.“