Busbahnhof Jetzt will auch Senden vom Landratsamt Geld für Busbahnhof

Auf diesem Gelände ist der künftige Sendener Busbahnhof geplant. Die Stadt will, dass sich der Kreis am den Kosten beteiligt.
Auf diesem Gelände ist der künftige Sendener Busbahnhof geplant. Die Stadt will, dass sich der Kreis am den Kosten beteiligt. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Senden/Weißenhorn / WILLI BÖHMER 27.08.2013
Weißenhorn ist vorgeprescht, jetzt hat Senden nachgezogen: Beide wollen, dass der Landkreis den Ausbau ihres Busbahnhofs mitfinanziert.

Der Brief von Bürgermeister Kurt Baiker an Landrat Erich Josef Geßner ging am Montag in die Post. Er bittet in dem Schreiben darum, dass sich der Landkreis Neu-Ulm doch an den Ausbaukosten für den Sendener Busbahnhof beteiligen möge. Derzeit gibt es beim Bahnhof zwei Plätze für Linienbusse, künftig sollen es sechs werden. Der Ausbau eines städtischen Buskonzeptes in Senden macht dies notwendig.

Baiker reagiert damit auf einen Vorstoß seines Weißenhorner Kollegen Wolfgang Fendt. Der hatte sich schon vor einigen Tagen an das Landratsamt gewandt und um finanzielle Unterstützung gebeten. Denn der Bau des Busbahnhofs in Weißenhorn wird voraussichtlich doppelt so teuer wie ursprünglich geplant, 2,7 Millionen Euro muss die Stadt dafür ausgeben (wir berichteten).

Für die Sendener Buszentrale sieht die Kostenberechnung freundlicher aus. 900 000 Euro sind bisher vorgesehen. Darin enthalten ist auch der Kauf des Bahnhofsgebäudes. Der war notwendig geworden, damit die Stadt die für den Bushalt benötigten benachbarten Grundstücke erhält. Denn es ist eng beim Bahnhof in Senden. Deshalb sollen auf dem Gelände Richtung Rewe-Markt nach den Umbauten fünf Busse Platz finden, für einen sechsten muss ein Areal in der Bahnhofstraße reserviert werden. Beide Städte machen geltend, dass ihre Kasse durch diese Ausbauten doch erheblich belastet werde. Und die Bürgermeister betonen, dass die Finanzierung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) eine ureigene Aufgabe des Landkreises sei. So stehe es nunmal im Gesetz.

Die Entscheidung, ob der Landkreis mitspielt und Geld zuschießt, steht freilich noch aus. Die Neu-Ulmer Kreisräte werden sich mit diesen beiden Anfragen in einer der nächsten Sitzungen befassen müssen. Denn es eilt: Bereits im Dezember müssen die beiden Busbahnhöfe ausgebaut sein. Die Ausschreibungen der Arbeiten laufen. Und bereits am 15. Dezember wird die neue S-Bahn-Linie von Ulm über Neu-Ulm und Senden nach Weißenhorn ihren Betrieb aufnehmen. Dann sollen auch die Busanschlüsse stimmen, in Senden in die Ortsteile und innerhalb der Stadt, in Weißenhorn auch in die Gemeinden im ländlichen Raum hinaus.