Stadtrat Jedesheim: Biogasanlage erhöht Stromerzeugung

Jedesheim / bf 03.05.2018

Die Biogasanlage in Jedesheim darf künftig mehr Strom produzieren. Dafür müssen die Betreiber einen Ausgleich schaffen: Zwei Hektar müssen mit „alternativen Energiepflanzen“ bewirtschaftet werden: etwa mit der Durchwachsenen Silphie, die einer kleinen Sonnenblume ähnelt. Auf zwei weiteren Hektar müssen Blumen ausgesät werden. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen.

Bisher durfte der Betreiber, die „Bioenergie Iller-Roth GmbH und Co. KG“ jährlich 9,6 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Diese Grenze wurde nun um drei Prozent auf 9,89 Millionen Kilowattstunden erhöht. „Das wäre fast schon Verschwendung, wenn man das jetzt nicht mitnimmt“, sagte Simon Ziegler, Klimaschutzmanager der Stadt. Die Belastung werde dadurch nicht merkbar erhöht. In Sachen Nachhaltigkeit sei die Biogasanlage aber „kritisch zu betrachten“. Meist wird Mais verwendet, Monokulturen entstehen. Die Ausgleichsflächen sollen dem entgegenwirken.

Der Beschluss wird allerdings solange ausgesetzt, bis das Landratsamt bestätigt hat, dass in Sachen Emissionsschutz alles mit rechten Dingen zugeht. Denn es gab auch Kritik an der Erhöhung: Anwohner Benno Moll beklagte etwa die ständige Geruchsbelästigung. „Das hält keiner mehr aus“, sagte er im Stadtrat.