Elchingen / CZE  Uhr
Erst berichtet das ARD-Mittagsmagazin über den Elchinger Freundeskreis Asyl und dann das Nachrichtenmagazin Spiegel.

Der Elchinger Freundeskreis Asyl mit gut 60 ehrenamtlichen Mitgliedern gilt deutschlandweit mittlerweile als Vorzeigeinitiative, wenn es darum, wie Flüchtlinge in einer Gemeinde freundschaftlich begrüßt werden können. Und wie sich anfangs vorhandene Befürchtungen in Luft auflösen, sobald die Bürger direkt mit den Neuankömmlingen in Kontakt kommen, ihre Geschichten hören.

Nun hat diese Entwicklung auch die Aufmerksamkeit eines US-amerikanischen Mediums geweckt. Der Frage "Why is Germany embracing refugees?" - etwa: Warum heißt Deutschland Flüchtlinge willkommen? - spürt das Bostoner Online-Magazin "Christian Science Monitor" nach. Das Magazin ist aus einer überregionalen Tageszeitung hervorgegangen, die ihre Veröffentlichungen mittlerweile hauptsächlich ins Internet verlegt hat.

Die Elchinger Helfer nehmen in dem ausführlichen Hintergrundbericht dabei eine prominente Stelle ein. Der Sinneswandel, der sich in der Gemeinde vollzogen hat, bildet den Aufhänger der Geschichte. Der "Freundeskreis Asyl" wird zu den "Friends of Asylum-seekers" und der "Elchinger" zum "Elchingener".

Renate Willbold-Vajagic berichtet, wie sie die anfängliche offene Ablehnung erschreckt hat, daraufhin der Freundeskreis gegründet wurde. Von den Erfolgen und Entwicklungen. "We are Germany. We are welcoming", sagt sie. "Camaraderie has bloomed here", erkennt die Berichterstatterin des Online-Magazins. Der Zusammenhalt stimmt. Also alles eitel Sonnenschein? Nicht ganz. Sowohl Bürgermeister Joachim Eisenkolb als auch die Helfer betonen, dass irgendwann die Kapazitäten in der Gemeinde auch erschöpft sind.