Illertissen Integrationsbeirat legt Programm fest

Der Integrationsbeirat hat in Illertissen sein Jahresprogramm festgelegt.
Der Integrationsbeirat hat in Illertissen sein Jahresprogramm festgelegt. © Foto: Manuela Rapp
Illertissen / Manuela Rapp 12.01.2019

Neues gemeinsam angehen – unter diesem Leitsatz könnte das Jahresprogramm des Illertisser Integrationsbeirates stehen. Obgleich der Wintereinbruch die Teilnehmerzahl schmelzen ließ, tat dies der konstruktiven Sitzung in der Schranne keinen Abbruch. Auf die Beine stellen wollen die Mitglieder viel. So findet am 14. Juli im Umfeld von „Live im Sperrbezirk“ ein Fest samt Konzert mit internationalen Künstlern statt.

Stadtjugendpfleger Harry Heckenberger animierte den Beirat, beim Kinder- und Familienspielfest im September, welches das Jugendbüro neu konzipiert, präsent zu sein. Das wollen die Räte auch und denken dabei an eine Wurfbude mit kleinen Sachpreisen als Gewinn. Über den Termin für eine Ausstellung eines türkischen Karikaturisten werde laut Cumhur Turgut gerade mit der Sparkasse verhandelt. Außerdem ist ein internationales Frühstück geplant.

Auch zwei Vorschläge von Bürgermeister Jürgen Eisen wurden sehr positiv aufgenommen. Da wäre zum einen eine Stadtführung für alle Mitbürger mit ausländischen Wurzeln. Dabei sollen Dolmetscher für türkische Teilnehmer mit dabei sein. Zum anderen geht es um ein Projekt für junge Leute: Sie könnten gemeinsam backen. „Wir möchten dabei auch das Jugendparlament mit ins Boot holen“, meinte Eisen.

Weiteres Thema: „Bericht aus dem Asylkreis“. Dabei erläuterte Dieter Schwehr, wie sehr gerade afghanische und pakistanische Flüchtlinge unter Stress stünden: „Sie sind von der Abschiebung bedroht, das sorgt für Unruhe.“ Die afrikanischen Geflüchteten orientierten sich stark Richtung Neu-Ulm – der Arbeit wegen. Insgesamt seien rund 220 Menschen verschiedenster Nationalitäten über das Stadtgebiet verteilt. Schwehr: „Für die Integration wäre es besser, wenn das Hinterland ebenfalls mehr einbezogen werden würde.“ Er empfahl auch, auf das negativ assoziierte Wort „Asylant“ zu verzichten und stattdessen „Flüchtling“ zu sagen. „Viele Geflüchtete sind schüchtern“, so der Redner. Sie bräuchten Kontakt. Für den Helferkreis sagte er: „Wir sind zufrieden, wie es läuft.“

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