Rauschgift-Handel Insgesamt 15,5 Jahre Gefängnis für Drogendealer

Drogendealer müssen lange hinter Gitter.
Drogendealer müssen lange hinter Gitter. © Foto: dpa
Memmingen / Carsten Muth 24.08.2018

Ein Satz des Vorsitzenden Richters Jürgen Hasler ist gestern hängengeblieben vom letzten Verhandlungstag im Memminger Drogenbanden-Prozess: „Wir reden hier über Taten, die wir an unserem Landgericht nicht häufig haben“, sagte der Richter in Hinblick auf den Handel mit Kokain, Ketamin und Marihuana im großen Stil. Geschäfte, an denen die beiden Männer auf der Anklagebank maßgeblich beteiligt waren. Davon war die Kammer nach neun Verhandlungstagen überzeugt.

Das Gericht verurteilte die Beschuldigten, zwei Familienväter aus dem Kreis Neu-Ulm, wegen „bandenmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“ und Beihilfe zu selbigem zu langen Haftstrafen: Ein 48-Jähriger muss neuneinhalb Jahre hinter Gittern. Zudem muss der kokainsüchtige Autohändler einen Entzug machen. Sein 37-jähriger Komplize erhielt sechs Jahre.

Kokain, Ketamin, Marihuana

Die beiden Drogendealer gehörten, wie berichtet, einer international agierenden, deutsch-rumänischen Drogenschmuggel-Bande an, die kiloweise  Kokain, Ketamin und Marihuana nach Großbritannien transportiert hat.

Drei weitere Mitglieder der Gruppe, zwei Lkw-Fahrer und ein weiterer Autohändler, wurden Anfang der Woche am Landgericht Memmingen zu Haftstrafen zwischen zwei und fünfeinhalb Jahren verurteilt.

Kopf der Bande, auch das wurde in dem Prozess klar, ist ein Rumäne. Er sitzt in seinem Heimatland in Haft.

Sämtliche Angeklagten in dem Drogenbanden-Prozess hatten Geständnisse abgelegt, zudem mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet, den Fahndern Ross und Reiter genannt, wie es im Prozess hieß.

Ohne Kooperation und Geständnisse wären die verhängten Strafen auch für die beiden 37 und 48 Jahre alten Männer aus dem Kreis Neu-Ulm deutlich höher ausgefallen, betonte der Richter: „Das steht fest.“ 

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