Konzentriert stehen Christoph Lucke und seine Hündin vor der ersten Hürde des Hindernis-Parcours. Mit der dreijährigen Border-Collie-Dame nimmt der Ulmer am Agility-Turnier der Hundesportfreunde Donau-Iller teil. Kurz vor dem Start wird es laut auf dem Platz: Die Hündin bellt mehrfach, andere Vierbeiner stimmen in das Konzert ein. „Dadurch schüttelt sie die Angst ab und fokussiert sich auf den Wettkampf“, sagt der 28-Jährige. Während des Wertungslaufs muss der Hütehund Wippen oder Schrägwände passieren. Mit Kommandos gibt das Herrchen die Richtung vor.

 „Ich bin sehr zufrieden, weil wir fehlerlos durch den Parcours gekommen sind“, fasst Lucke zusammen. Für den Hundesportler ist das Turnier in Vöhringen Routine. Er verbringt bis zu 45 Wochenenden pro Jahr auf Hundeplätzen. „Wir sind eine große Familie, die Veranstaltungen sind für mich wie Urlaub.“ Sogar bei Welt- und Europameisterschaften war Lucke schon vertreten. Auf dem Vöhringer Hundeplatz steht er am Wochenende zum ersten Mal: „Die Anlage ist genial.“

Auch die 21-jährige Annika Gnann verbringt viele freie Tage auf Hundeplätzen. Die Ehingerin hat feste Rituale vor dem Turnier: „Ich spiele mit meinem Border Collie, um ihm den Druck vor dem Wettkampf zu nehmen“, berichtet sie. Auch Gnann ist mit der Leistung ihres Hundes „sehr zufrieden“. Wegen eines Fehlers an der letzten Hürde wird ihr Vierbeiner aber disqualifiziert. „Schade, weil wir echt schnell unterwegs waren.“

 Der Hundesportverein Donau-Iller ist seit zwei Jahren in Vöhringen aktiv und hat erstmals ein Agility-Turnier ausgerichtet. „Wir haben einige Mitglieder, die schon lange professionelles Agility machen und auf anderen Wettkämpfen dabei sind“, sagt der Vorsitzende Peter Bachmeier. Für die ursprünglich aus England stammende Hundesportart hat der Verein teure Parcours-Geräte angeschafft und ausgeliehen. Die Bewertungen nehmen ausgebildete Verbandsrichter vor.