Bürgerversammlung Immer mehr Verkehr und keine Lösung

Sagen Sie mal: Frage an den Bürgermeister.
Sagen Sie mal: Frage an den Bürgermeister. © Foto: Thomas Vogel
Senden / Thomas Vogel 12.10.2018

Die Verkehrsbelastung, die in Zukunft noch zunehmen dürfte, war das Hauptthema  bei der Bürgerversammlung für die Kernstadt, die den diesjährigen Reigen dieser Aussprache-Reihe eröffnete. Die Ansiedlung der Firma Mayser und der Umzug der Firma Bredent ins Einzugsgebiet der St.-Florian-Straße, der Ausbau bei Kama und die Entwicklung des Wohngebiets „Am Stadtpark“ bringen künftig noch mehr Verkehr ins Stadtgebiet. Allein Mayser stehe laut Bürgermeister Raphael Bögge für 500 Arbeitsplätze, die Firma habe nun auch die Kaufoption für weitere 20 000 Quadratmeter wahrgenommen.

In der Siemensstraße sei die Situation jetzt schon prekär, griff sich ein Anwohner ein Beispiel heraus: Laster-Verkehr bis tief in die Nacht, häufige Geschwindigkeitsübertretungen und zu Stoßzeiten lange Rückstaus. Siegfried Schnürle knüpfte sich den Schwerlastverkehr auf der Staatsstraße 2031 (Kemptener Straße) vor, der seit der Ansiedelung des Honold-Lagers in Vöhringen für Wieland noch zugenommen habe. Diesen von der Durchfahrt auszuschließen sei aber aus rechtlichen Gründen kaum möglich, erteilte Bögge dem entsprechenden Wunsch eine Absage. Eine Lösung könne er sich allein durch eine neue Osttangente vorstellen, deren Realisierung freilich nicht absehbar sei: „Keine schöne, aber eine ehrliche Antwort“, fügte der Bürgermeister hinzu.

Nach 70 Minuten war der mäßig besuchte Ausspracheabend auch schon wieder zu Ende. In seinem 45-minütigen Rechenschaftsbericht hatte Bögge darin über die laufenden und geplanten Investitionen der Stadt informiert. Neu war die Nachricht eines 1,3 Millionen-Zuschusses für die mit 3,2 Millionen zu Buche schlagende Erneuerung des Witzighauser Kindergartens, der am 8. November offiziell wiedereröffnet werde. Optimistisch äußerte sich Bögge, was den Erhalt des Hallenbads betrifft. Die Erweiterung der Kreuzung Berliner-/Königsberger Straße solle im Frühjahr starten. Über das Verkehrskonzept insgesamt werde der Stadtrat am 6. November beraten.

Wie Bögge ferner bekannt gab, könne die Stadt ihre Rücklagen außerplanmäßig um satte fünf auf nun sechs Millionen Euro erhöhen. Laut ursprünglicher Planung sollten diese auf rund eine Million abgeschmolzen werden. Mit der Erschließung des auf 13 Hektar angelegten Wohngebiets „Am Stadtpark“ werde im Laufe des kommenden Jahres begonnen. Finanzieren würde diese, wie vorgesehen, „ausschließlich der Investor“. Ausgaben in Form einer Kostenbeteiligung kämen auf die Stadt lediglich durch den geplanten Grünzug zu.

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