Projekt Im Landkreis Neu-Ulm blüht’s an vielen Ecken

Im Landkreis blüht es kräftig.
Im Landkreis blüht es kräftig. © Foto: Landratsamt
Kreis Neu-Ulm / Wilhelm Stein 20.08.2018

Im Herbst vergangenen Jahres startete das Projekt „Blühende Landschaften“ im Landkreis Neu-Ulm. Ziel ist es durch Aussaat von Wildblumen mehr Lebensraum für Bienen und bedrohte Tierarten zu schaffen. Nun brummt und summt es auf vielen Flächen im Kreis. Michael Angerer hat das Projekt initiiert. Der Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung im Landratsamt Neu-Ulm erzählt, dass im Vorfeld geeignete Flächen ausgesucht werden mussten, etwa bei Kommunen oder Gartenbauvereinen.

Die erste Einsaat fand im Frühjahr statt. Auf besonders positive Resonanz traf die Initiative vor allem bei Vereinen und Privatleuten mit Gärten. Auch viele Kommunen unterstützen das Vorhaben, sodass laut Angerer schon mehrere Hektar Fläche im Laufe des Projektes in Wildblumenwiesen verwandelt wurden. Außerdem verteilte das Landratsamt 20 Kilogramm Saatgut an Bürger im Landkreis Neu-Ulm. Dies reicht für rund einen Hektar Fläche.

Die Resultate können sich sehen lassen. Neben der bunten Pflanzenvielfalt anstelle von kurz gemähtem Grün sind auch viele verschiedene Hummelarten, Wild­­bienen sowie Honigbienen oder Schmetterlinge in den neu geschaffenen Biotopen unterwegs.

Auch tote Pflanzen nützlich

Angerer möchte das Projekt im nächsten Jahr ausweiten: Auch Unternehmen mit Grünflächen sollen Teil des Projektes werden. Angerer: „Wie sich die Flächen im weiteren Verlauf entwickeln, ist noch nicht zu sagen.“ Da manche Böden nährstoffreich,  andere nährstoffärmer seien, würden die Pflanzen unterschiedlich wachsen. „Aber es bleibt naturbelassen, auch wenn es nicht immer schön aussieht.“ Aber auch wenn ein paar Flächen sich nicht so prächtig entwickeln sollten, ist dies nicht schlimm: Tote Pflanzen bieten vielen Insektenarten eine Überwinterungsmöglichkeit, sagt Angerer.

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