Kosten Illertisser zahlen bald weniger für Wasser und Abwasser

Illertissen / Johannes Braun 29.12.2017

Jeweils einstimmig befürworteten die Illertisser Stadträte die Anpassungen für Wasser- und Abwassergebühren sowie für die Hundesteuer. Beim Wasser und Abwasser lagen diese klaren Entscheidung noch auf der Hand, wurden doch die jeweiligen Gebühren aufgrund von Überschüssen aus den Vorjahren gesenkt. Bei der Hundesteuer wiederum wurden die Steuersätze ebenfalls ohne Gegenstimme angenommen, obwohl diese teilweise deutliche steigen.

Bezüglich der Abwasserentsorgung informierte Kämmerer Markus Weiß das Gremium, dass die Stadt Illertissen aus der Kalkulation 2012 bis 2014 schon einen Überschuss von knapp 769 000 Euro übernehmen konnte. Nach Abschluss des Kalkulationszeitraums von 2015 bis 2017 ergebe sich voraussichtlich ein Überschuss von knapp 517.000 Euro. Mit diesem Überschuss sei eine deutliche Reduzierung der Gebührensätze möglich. Somit reduzierten sich die Gebühren von für Schmutzwasser und Regenwasser auf 2,09 Euro und für Schmutzwasser auf 1,84 Euro.

Ähnlich positiv sieht die Lage bei der Wasserversorgung aus: Aus der Kalkulation von 2012 bis 2014 wurde ein Überschuss von knapp 23.000 Euro übernommen. Nach Abschluss des Kalkulationszeitraums von 2015 bis 2017 ergebe sich voraussichtlich ein Überschuss von fast 196.000 Euro. Somit folge auch bei der Wasserversorgung mit einer deutlichen Reduzierung des Gebührensatzes. Nach der neuen Gebührenordnung beträgt der Satz nun 1,24 Euro.

Bei der Hundesteuer verhielt sich die Lage anders: Seit dem Jahr 2004 seien diese Steuerbeträge unverändert geblieben. Da die Hundesteuer den Aufwand des Hundehalters besteuere, sei aufgrund der Steigerungen der allgemeinen Lebenshaltungskosten und damit auch der Kosten für die Hundehaltung eine Anpassung bei der Hundesteuer angebracht. Ein Vergleich mit umliegenden Gemeinden zeige, dass die Steuerbeträge sehr günstig seien. Da es sich um eine Jahressteuer handle, dürfte die zusätzliche Belastung der Hundehalter akzeptabel sein. Somit wird künftig für den ersten Hund eine Hundesteuer von 50 Euro (bisher 30 Euro) fällig, für den zweiten Hund 75 Euro (bisher 60 Euro), für weitere Hunde und Kampfhunde bleiben die Steuersätze gleich. Weiß erwartet dadurch Mehreinnahmen von rund 15.500 Euro pro Jahr.

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