Rat Illertisser Verwaltung schafft neue Stellen

Illertissen / Bianca Frieß 03.07.2018

Die Stadt Illertissen wächst. Damit steigen auch die Anforderungen an die Verwaltung – dem waren die Mitarbeiter in den vergangenen Jahren nicht mehr ganz gewachsen. Denn personell ist das Rathaus schlecht aufgestellt: Insgesamt fehlen 17,25 Stellen, hat eine Analyse der Bayerischen Akademie für Verwaltungs-Management ergeben. Das Unternehmen hat die Verwaltung seit Herbst 2017 untersucht, die Ergebnisse wurden in der jüngsten Stadtratssitzung vorgestellt. Die Prüfer seien „total schockiert gewesen“, berichtete Kerstin Breymaier, die im Rathaus für Haupt- und Personalverwaltung zuständig ist. Sie hätten noch nie eine Verwaltung gesehen, in der so hoher Personalbedarf herrscht.

Sechs Stellen ausschreiben

Nun könne man natürlich nicht auf einmal 17 neue Mitarbeiter einstellen. „Das ist weder finanziell noch aus Platzgründen möglich“, sagte Bürgermeister Jürgen Eisen. Die Verwaltung hat sich nach intensiven Gesprächen darauf geeinigt, erstmal sechs neue Stellen auszuschreiben, teilweise aufgeteilt auf mehrere 50-Prozent-Stellen. Und zwar für die Bereiche Hauptverwaltung, Finanzen, Bauen und Technische Dienste, sowie für den neu geschaffenen Fachbereich Ordnungsverwaltung. „Damit kommen wir in nächster Zeit aus“, sagte Eisen. Dank Umstrukturierungen könne man in anderen Bereichen auch 0,75 Stellen einsparen. Somit liegen die Mehrkosten für das neue Personal bei rund 210 000 Euro pro Jahr. Im Haushaltsplan 2018 wurden schon 100 000 Euro für den Stellenmehrbedarf eingestellt. 

Der Stadtrat stimmte einstimmig zu, die sechs Stellen im zweiten Halbjahr 2018 auszuschreiben und – wenn möglich – direkt zu besetzen. „Die Mitarbeiter gingen jahrelang an die Grenzen der Belastbarkeit“, sagte Dr. Ansgar Batzner (Freie Wähler). Auch Andreas Fleischer (SPD) war der Meinung, dass der Rat diesen Kompromiss mit sechs Stellen mitgehen könne. „Ich hoffe nur, dass wir die Leute auch finden“, sagte er. In dieser Hinsicht hat auch Breymaier Bedenken: „Der Fachkräftemarkt ist momentan relativ leer.“

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