Ausschuss Illertissen: Pappel soll stehen bleiben

Illertissen / bf 12.10.2018

Was passiert mit der Pappel am südöstlichen Ende der Rudolf-Kurz-Straße? Darüber hat der Illertisser Bauausschuss kürzlich diskutiert. Das Problem: Im Zuge der Bauarbeiten an dieser Stelle sind die Wurzeln stark beschädigt worden. Ein Sachverständiger hatte daraufhin empfohlen, den Baum zu fällen. Im Bebauungsplan sei er allerdings als „zu erhalten“ eingestuft, erklärte Tiefbauamtsleiter Bernd Hillemeyr. Weshalb dann überhaupt so nah an dem Baum gearbeitet wurde? Der Standort sei im Plan nicht ganz korrekt eingezeichnet gewesen, sagte Hillemeyr. Das habe wohl zu einem Missverständnis geführt.

Die Räte beschlossen schließlich einstimmig, den Baum stehen zu lassen und stark einzukürzen. Zusätzlich soll in der Nähe schon mal ein neuer gepflanzt werden. „Dann schauen wir, was die Pappel macht – ewig wird sie sowieso nicht mehr leben“, sagte Bürgermeister Jürgen Eisen (CSU). Dieser Kompromiss fand große Zustimmung im Ausschuss. „Der Baum ist ortsbildprägend. Ich würde es sehr bedauern, wenn er weg wäre“, sagte Helga Sonntag (ÖDP/AB/Grüne).

Das hat allerdings wiederum zur Folge, dass der Wendebereich, der an dieser Stelle gebaut wird, kleiner ausfällt. „Ein Müllfahrzeug kann dann nicht in einem Zug wenden, das muss rangieren“, sagte Hillemeyr. Außerdem muss die Pappel weiterhin regelmäßig gekürzt und gepflegt werden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel