Medizin Illertalklinik künftig ohne Labor

Landkreis Neu-Ulm / Stefan Czernin 14.06.2018

Die Neuaufstellung der Kreiskliniken in Weißenhorn, Neu-Ulm und Illertissen schreitet voran. Stiftungsdirektor Marc Engelhard erstattete im Krankenhausausschuss des Kreistags Bericht darüber, wie er die Krankenhäuser finanziell tragfähig machen will. Unter anderem wird die Abteilung Urologie von der Illertalklinik an die Stiftungsklinik in Weißenhorn verlegt. Allerdings erst Anfang 2019 und nicht wie zunächst geplant bereits im Herbst. Weil sich die bereits angesetzten Operationen nicht einfach so in Weißenhorn dazwischenschieben lassen.

Zum Jahresende schließt in Illertissen der OP, dann sei es auch nicht länger nötig, dort ein Labor zu betreiben, berichtete Engelhard. Proben würden künftig mit einem Fahrdienst nach Neu-Ulm oder Weißenhorn gebracht und dort analysiert. Was dann mit Notfällen sei, die an die Illertalklinik kommen und schnelle Ergebnisse erforderten, wunderte sich das Illertisser Ausschussmitglied Josef Kränzle (FW). In solchen Fällen sei es auch in Illertissen weiterhin möglich, etwa Blutproben vor Ort zu untersuchen, beruhigte Engelhard.

Akutgeriatrie läuft gut

Weil die Akutgeriatrie in Illertissen gut ausgelastet ist, werden keine Pflegekräfte von dort nach Weißenhorn verlegt. Das stärkt den Illertisser Standort, an dem neben der Akutgeriatrie auch eine geriatrische Rehabilitation angesiedelt ist. Die Verlegung von Pflegekräften war als Entlastung angedacht worden, weil in Weißenhorn ein Riesenberg an Überstunden aufgelaufen ist.

In der kommenden Sitzung wird die Vergangenheitsbewältigung in den Fokus rücken, die Versäumnisse, die zur Finanzkrise der Kliniken geführt haben. Bis dahin wird der Bericht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands zum Jahresabschluss 2015 vorliegen. Ulrich Schäufele (SPD) kündigte schon einmal einen verschärften Gesprächsbedarf an.

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