Illerberg Illerberg und Thal sollen Dorfplätze bekommen

Erster Platz für die Pläne in Sachen Ortsteilentwicklung von Illerberg und Thal. Bürgermeister Janson gratuliert den Architekten Franz Hirschmann und seiner Kollegin Anna Rudolf. Rechts steht Jurymitglied Franz Arnold. Foto: Ingrid Weichsberger
Erster Platz für die Pläne in Sachen Ortsteilentwicklung von Illerberg und Thal. Bürgermeister Janson gratuliert den Architekten Franz Hirschmann und seiner Kollegin Anna Rudolf. Rechts steht Jurymitglied Franz Arnold. Foto: Ingrid Weichsberger
Illerberg / INGRID WEICHSBERGER 15.11.2012
Zehn Architekturbüros haben am Wettbewerb für Pläne zur Ortsentwicklung in Illerberg teilgenommen. Der Sieger aus Nürnberg erhielt 15 200 Euro.

Die Höhenunterschiede in den beiden Vöhringer Stadtteilen Thal und Illerberg erinnern den Gewinner des Realisierungswettbewerbs zur Ortsentwicklung, Architekt Franz Hirschmann von der WGF Objekt GmbH in Nürnberg, an die Toskana. So sagte der Ausgezeichnete jedenfalls.

Zehn Architekturbüros, darunter eines aus Sevilla in Spanien, hatten sich am von der Stadt Vöhringen ausgelobten Wettbewerb beteiligt. Die Architekten aus Nürnberg wurden einstimmiger Sieger und mit 15 200 Euro belohnt. 34 000 Euro hatte die Stadt insgesamt bereitgestellt. Davon gingen 9800 Euro an den zweiten, 8000 Euro den dritten Platz. Ein enormes Problem bei der Umsetzung der Pläne ist, dass die meisten der benötigten Grundstücke in Privatbesitz sind. "Wir müssen dieses Problem friedlich lösen", sagte der Architekt vor zahlreichen einheimischen Besuchern.

Als einziger der beteiligten Architekten schlug Hirschmann vor, die die beiden Ortsteile verbindende Hauptstraße in Thal im Bereich der jetzigen Bushaltestelle etwas nach Osten zu rücken und somit einen großen und vielseitig verwendbaren Dorfplatz zu schaffen. Dazu gehört auch, dass die Anlegung des Parkplatzes beim Restaurant Burg-thalschenke geändert wird.

Der Landgraben verläuft in Thal weitgehend unterirdisch. In Hirschmanns Gestaltungsvorschlag wird er jedoch zum Mittelpunkt des Dorfplatzes und erinnert den Betrachter der Pläne etwas an den längst ausgetrockneten Dorfweiher. Die Hauptstraße soll etwa 5,5 Meter breit werden. "Dabei hat jedoch auch das Straßenbauamt ein Wort mitzureden", schränkte der Architekt ein. In Illerberg soll um das Bräuhaus und das danebenliegende Lebensmittelgeschäft ein Dorfplatz mit verschiedenen Ebenen und Treppen angelegt werden. Eine Pergola soll im Sommer Schatten spenden.

Auf Wunsch von Bürgermeister Karl Janson machten sich die Landschaftsplaner des Büros auch Gedanken über die Gestaltung des Kirchplatzes. Hier stellte Hirschmann klar, dass die Sankt-Martins- Kirche als solitäres Bauwerk erstellt worden und weithin sichtbar sei. Dieser Status solle wieder hergestellt werden und die Kirche nicht von einem Wald umgeben sein. Dieser habe sich wohl im Laufe der Zeit entwickelt. Ein großer Baum wäre ausreichend, meinte Hirschmann.

Die Ausstellung mit den Wettbewerbsarbeiten ist noch bis einschließlich Sonntag, 18. November, in der Aula der Grundschule Illerberg zu sehen.

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