. Eindrücke von einer gelungenen Premiere.

"Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen." Der Sendener Bürgermeister Raphael Bögge hat vor dem Konzert der Iller-Sinfoniker mit dem Griechen Aristoteles wohl einen der bekanntesten und einflussreichsten Philosophen der Geschichte zitiert und damit die neuen Iller-Sinfoniker ganz gut beschrieben. Denn Freude bereiteten die Musiker dann tatsächlich den Zuhörern mit Stücken aus zwei Kontinenten bei ihrem ersten Auftritt, der in Senden stattfand.

Neben Mozarts "Nannerl-Septett" und Albert Lortzings Holzschuhtanz aus der Oper "Zar und Zimmermann" überzeugte das Orchester zudem mit einer musikalischen Reise mit brasilianischen und argentinischen Klänge. So spielten die 42 Musiker unter dem neuen Dirigenten Rustam Keil Zequinhas des Abreus "Tico-Tico", Arturo Márquez's "Danzón no.2" und Astor Piazollas "Libertango".

Rückblick: Wie berichtet, stand das Orchester vor zwei Jahren - damals durfte es bereits auf eine 60-jährige Geschichte zurückblicken - vor dem Aus: Neben bröckelnden Mitgliederzahlen fehlte es vor allem an einem dauerhaften Dirigenten. Dann gewann Helmut Rank, der Leiter der Musikvereinigung, Rustam Keil als Dirigenten. Keil ist wahrlich kein Unbekannter in der Region. Denn der aus Moskau stammende promovierte Fagottist leitet seit 2008 die Stadtkapelle Laupheim, von der er vier Jahre später den Ehrentitel eines städtischen Musikdirektors verliehen bekam.

Neben internationaler Erfahrung brachten Rustam Keil und der neue Konzertmeister Christian Romanitan auch viele Musiker mit zu den Iller-Sinfonikern.

An der Namensgebung sei er maßgeblich beteiligt gewesen, verriet Rank, der von dem Dirigenten regelrecht schwärmte: "Er macht Musik zu einem Erlebnis."

Mit Begleitung der Solo-Pianistin Bianca Wiese und unter einer Programmführung von Ralf Ostrowski bewiesen die Musiker in Senden nicht nur die Breite ihres Repertoires, sondern auch ihre Qualität. "Auf jeden Fall werden wir das Orchester ins Iller-Musik-Festival miteinbinden", kündigte Bürgermeister Bögge schon einmal an.