Rathaus Huber: Wechsel rein beruflich

Niko Dirner 08.12.2018

Bislang gab es nur die offizielle Verlautbarung des Rathauses, nun sagt auch Stadtbaumeisterin Manuela Huber selbst etwas zu ihren Gründen für den Weggang aus Senden. Wie berichtet, wechselt die Architektin, die Bürgermeister Raphael Bögge zur Stadtbaumeisterin gemacht hatte, im Frühjahr 2018 zum Amt für ländliche Entwicklung nach Krumbach. Spekuliert worden war, ein Grund dafür sei, dass sie mit Bögge nicht mehr so gut auskomme.

Dem widerspricht die 45-jährige Beamtin nun. „Bezugnehmend auf die Berichterstattung möchte ich diejenigen Stimmen, die sagen, die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Bögge sei unter anderem ausschlaggebend für meinen Wechsel, deutlich dementieren.“ Vielmehr habe sie „in der Vergangenheit sehr gut“ mit Bögge zusammengearbeitet und werde dies auch weiter bis zum Frühjahr 2019 tun. Die Entscheidung, nach Krumbach zu wechseln, habe sie „ausschließlich aus beruflichen Gründen“ getroffen.

„Aufgrund unserer unterschiedlichen Berufslaufbahnen und Werdegänge“, schreibt Huber weiter, hätten Bögge und sie Themen „zuweilen auch kontrovers diskutiert“. Diese Gespräche fanden laut der Stadtbaumeisterin „in direktem Austausch statt, und wir konnten immer eine gute Lösung und Einigung finden“. Sie hätte es „sehr verwunderlich gefunden“, wenn solche Diskussionen nicht stattgefunden hätten.

Sie freue sich nun nach vier Jahren als Stadtbaumeisterin in Senden auf ein neues Aufgabenfeld, „in dem ich weiter wachsen kann“.  Insbesondere die Chance, über den Tellerrand von Senden hinausschauen zu können, finde sie „unglaublich spannend“, schreibt Manuela Huber. Wie berichtet, wird die Aufheimerin im Amt die Förderinitiative „Innen statt Außen“ zur Stärkung der Ortskerne im Rahmen der Dorferneuerung übernehmen.

Sie schließt mit den Worten: „Ich bin sehr enttäuscht, dass mein Wechsel für Stimmungsmache gegen Herrn Bögge verwendet wird. Das ist nicht die Art des Umgangs, die ich mir wünsche.“

Bögge hatte am Mittwoch schon mitgeteilt, er bedauere Hubers Weggang. Die Stelle soll nun schnellstmöglich ausgeschrieben werden. Übergangsweise könnte Diplom-Geograph Bögge die Leitung des Bauamtes übernehmen.

Frau fürs Marketing, keine Sprecherin

Personal Nachdem die Stadträte es ihm verweigert hatten, für die Pressearbeit ein externes Büro zu beauftragen, hatte der Sendener Bürgermeister Raphael Bögge am Samstag die Stelle eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin für Presse-/Öffentlichkeitsarbeit ausgeschrieben. Diese 70-Prozent-Stelle verschob der Stadtrat am Dienstag ins Bauamt, Bögge stoppte die Ausschreibung. Dennoch gibt es seit 3. Dezember eine Mitarbeiterin im Rathaus, die Öffentlichkeitsarbeit macht. Das sei aber nicht Pressearbeit, sagt Bögge, es gehe um Wirtschaftsförderung, Veranstaltungsmarketing, ÖPNV und Integration. Diese 100-Prozent-Stelle konnte hausintern geschaffen werden.

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