Tiere Hotel und Schule für Hunde

Bellenberg / Ingrid Weichsberger 21.07.2018

Am nordöstlichen Rand der Gemeinde Bellenberg sollen eine Hundeschule und ein Hundehotel gebaut werden. Bei sechs Gegenstimmen hat der Gemeinderat der Bauvoranfrage jetzt zugestimmt. Allerdings muss, ehe der Bauantrag behandelt werden kann, noch einiges vertraglich geregelt werden. Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller führte an: die Übernahme der Kosten für den Straßenausbau, die Wasserversorgung, die Entsorgung des Abwassers und für die Bauleitplanung.

Der Investor plant ein Hundehotel, in dem insgesamt 21 Vierbeiner untergebracht werden können. Jedes Zimmer wird mit zwei bis drei Hunden belegt. Die Hundeschule verfügt über mehrere Klassenzimmer. Im Unterricht geht es um die Erziehung der Vierbeiner, und um die Vermittlung von Wissen an ihre Herrchen und Frauchen. Problemhunde können zwei bis drei Wochen im Hotel bleiben. Möglich sei auch ein Aufenthalt im Hotel – solange die Besitzer im Urlaub seien, sagte der Investor.

Bislang ist das über 3000 Quadratmeter umfassende landwirtschaftlich genutzte Areal nur über einen Feldweg zu erreichen. Außerdem steht ein Strommast im Gelände. Dieser Bereich muss im Umkreis von 28 Metern frei bleiben. Die Zufahrt soll über die Staatsstraße 2031 erfolgen. Das Straßenbauamt habe vorgeschlagen, die Staatsstraße um fünf Meter zu verbreitern und eine Abbiegespur anzulegen. Diese Kosten habe er zu übernehmen, teilte der künftige Bauherr mit.

Nur 80 Meter liegen zwischen der Hundeschule und dem Baugebiet Römerhalde. Im Norden schließt sich laut Flächennutzungsplan ein Gewerbegebiet bis zur Grenze mit Vöhringen an. Dieser Abstand bis zu den Häusern in der Römerhalde sei zu gering, monierte Gemeinderat Wolfgang Schrapp. Er führte an, dass etwa die Geräusche vom Dressurplatz des Vöhringer Schäferhunde-Vereins im Norden der Stadt in Illerzell zu hören seien.

Viele Autos zu schnell?

Auf die Gefahren für den Autoverkehr wies Gemeinderat Dietmar Jäckle hin. Die Staatsstraße sei zugleich ein viel befahrener Zubringer zur Autobahn. Dort werde auf das Gaspedal getreten, denn es gebe in diesem Bereich keine Geschwindigkeitsbegrenzung. „Dazu kommt, dass unsere Ortstafel zu wenig Abstand zum Dorf hat“, stellte Jäckle fest.

Als positiv betrachten es die Räte Kurt Bucher und Harald Daiber, dass dort die Hunde und ihre Halter geschult werden. Da jedoch weiterer Lärm in diesem Gebiet zu erwarten sei, sollten vorher Messungen durchgeführt werden.

Leiser als der Straßenverkehr

Messungen In Witzighausen haben die Stadträte eben einen bestehenden Hundeübungsplatz offiziell erlaubt. Hier gibt es Lärm-Messungen: Maximal 56 Dezibel laut sind demnach die Hunde – aber 70 Dezibel die angrenzende Straße und 100 Dezibel laut der halbstündlich vorbeifahrende Zug.

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