Infrastruktur Hohe Einmalzahlungen für Grundstücksbesitzer in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen / Patrick Fauß 23.09.2017

Weil die Kläranlagen in Beuren und Kadeltshofen veraltet sind, werden einige Ortsteile an das Klärwerk des Zweckverbands „Mittleres Rothtal“ in Pfaffenhofen angeschlossen. Die Kosten für die geplante Druckleitung von Beuren liegen bei 830 000 Euro. Eine ähnliche Leitung von Kadeltshofen nach Pfaffenhofen war bereits 2011 für 460 000 Euro verlegt worden.

Bei der Beratung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerung im Marktrat ging es nun darum, wie diese Summen zu bezahlen sind. „Kostendeckung ist vorgeschrieben“, sagte Bürgermeister Josef Walz. Die Grundstücksbesitzer in Balmertshofen, Beuren, Biberberg, Hirbishofen, Kadeltshofen, Luippen, Niederhausen, Raunertshofen und Remmeltshofen sollten die neuen Leitungen über so genannte „Verbesserungsbeiträge“ bezahlen.

Diese  Beiträge sollen über die Grundstücksfläche (voraussichtlich 0,51 Euro je Quadratmeter) und die Geschossfläche (6,28 Euro je Quadratmeter) berechnet werden. Fällig werden die Summen für die Grundstücksbesitzer im Jahr 2018 oder 2019.

„Für die Bürger die günstigere Variante“, wie Bürgermeister Josef Walz betonte. Dem stimmten – nach intensiver Diskussion – alle Markträte außer Dominik Wansing (Grüne) zu. Claudia Walk (FWG) beklagte die „große Menge Geld auf einmal“, die die Bürger zahlen müssen. Sie ließ sich dann aber doch überzeugen. Ein Vorschlag, stattdessen die Wassergebühren über mehrere Jahre lang um etwa ein Drittel zu erhöhen, wurde verworfen. Die Entwicklung der Kosten und Einnahmen für diese Variante wären nur schwer beherrschbar, hieß es.

Wie in der Sitzung als Beispiel erläutert wurde, müssen Besitzer eines Einfamilienhauses mit 500 Quadratmetern Grundstücksfläche und 300 Quadratmetern Geschossfläche demnach 2139 Euro als einmaligen Verbesserungsbeitrag zahlen. Karl-Heinz Thoma (SPD) schlug vor, den Grundstücksbesitzern ein Abzahlen in zwei Raten zu ermöglichen. Bürgermeister Walz sagte dazu: „Wir klären ab, ob das geht.“

Außerdem wurde beschlossen, die Abwassergebühren zusätzlich anzuheben: Von bisher 3,36 Euro je Kubikmeter Schmutz- und Niederschlagswasser auf künftig 3,54 Euro.