Bürgerversammlung Hoffnung für Dorfladen in Witzighausen

Von Sonja Fiedler 30.09.2017
Rathauschef Raphael Bögge hält Wirtschaftlichkeitsberechnung für sinnvoll. Und er erklärt, was genau am Gänsäcker entstehen wird.

Gibt es bald einen Dorfladen in Witzighausen? Denkbar wäre das, sagte Bürgermeister Raphael Bögge in der Bürgerversammlung in der Gemeinschaftshalle. In den geplanten Mehrfamilienhäusern der städtischen Wohnungsbaugesellschaft im Gebiet „Gänsäcker“ könne er sich einen Nahversorger vorstellen.

Versprechen könne er aber nichts. „Wir haben noch keinen konkreten Anbieter, wir arbeiten am Konzept.“ Ob sich ein solcher Laden in Witzighausen lohnt, wollte ein Besucher wissen, schließlich seien Supermärkte in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Bögge: Die Antwort auf diese Frage soll eine Wirtschaftlichkeitsprüfung liefern. „Wenn das Ergebnis gut ist: Warum sollen wir es nicht machen?“

Außer dem möglichen Dorfladen seien in den neuen Gebäuden im Gänsäcker 34 Wohnungen für Menschen in „bestimmten Einkommensklassen“ geplant. „Keine Sozialwohnungen, sondern bezahlbarer Wohnraum.“ Drei Mietstufen für verschiedene Geldbeutel seien geplant. Bögge betonte: Wer dort einziehe und später dann mehr verdiene, müsse mehr zahlen oder ausziehen.

Seit Frühjahr im Bau ist das neue Gebäude des Witzighausener Kindergartens. „Wir sind voll im Zeitplan“, sagte Bögge. 3,1 Millionen Euro seien für die Kita mit Krippe veranschlagt. „Die Nachfrage ist groß, Witzighausen wächst und hat immer mehr Kinder.“ Für das aktuelle Kindergartenjahr sei die Einrichtung ausgebucht. Mitglieder des Elternbeirats erkundigten sich, wann die Bauarbeiten beendet werden. Voraussichtlich im dritten Quartal 2018, war die Antwort.

Die rund 60 Besucher klagten auch über wild parkende Firmenfahrzeuge sowie abendliche Raser. Geschwindigkeitstafeln würden regelmäßig aufgestellt, sagte Bögge, fest im Ort installiert werden könnten sie aber nicht, da sie in ganz Senden benötigt würden.

Auf die Frage nach einer Umgehungsstraße für Hittistetten sagte der Rathauschef, dass über eine „Osttangente von der Römerstraße bis zur B 28“ nachgedacht würde, die ganz Senden entlasten würde. Wie er andeutete, sei das Staatliche Bauamt von der Idee nicht abgeneigt.